Beckedahl gründet „Digitale Gesellschaft“

Am Montag angekündigt, jetzt auf der re:publica offiziell gestartet: Markus Beckedahls Lobbyverband "Digitale Gesellschaft" will sich einerseits gegenüber der Politik für digitale Bürgerrechte einsetzen. Nach dem Vorbild von Greenpeace sollen andererseits visuell und kommunikativ ansprechende Kampagnen entwickelt werden, "die auch Menschen außerhalb internetaffiner Kreise für unsere Themen begeistern". Netzpolitik solle künftig unter dem Aspekt "Mehr Demokratie wagen" gesehen werden.

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An dem Projekt sind rund 20 Menschen aus dem Autorenteam und dem Umfeld des Blogs Netzpolitik.org beteiligt. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um Politologen, Informatikprofessoren, Designer, Psychologen, Juristen und NGO-Analysten. "Wir planen nicht den Aufbau von Landes-, Kreis und Ortsverbänden und werden auch nicht der Bloggerverband oder der Internet-ADAC", schreibt Beckedahl auf Netzpolitik.org. Man habe sich dafür entschieden, erst mal klein anzufangen.
Die Organisation diene dazu, dass die Anliegen der Internetgemeinde lauter Gehör finden und "dass wir gesellschaftliche Mehrheiten für eine bessere Netzpolitik, ein offenes Netz und starke (digitale) Bürgerrechte organisiert bekommen". Die Hauptthemen sind Urheberrecht, Open Data, Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung, Lobbytransparenz und Netzneutralität. Finanziert wird das Projekt über Spenden. Auf internationaler Ebene kann Beckedahl sich Kooperationen mit Organisationen wie "Bits of Freedom" aus den Niederlanden oder "Quadrature du Net" aus Frankreich vorstellen.
Für die Betreiber ist "Digitale Gesellschaft" nur eine Nebenbeschäftigung, da sie es nur ehrenamtlich machen. "Wir sind aber ausreichend motiviert, diese Herausforderung zu lösen. Weil wir überzeugt davon sind, dass es notwendig ist", teilt Markus Beckedahl mit.

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