Emig muss HR 1,1 Millionen Euro zahlen

Wegen Untreue und Bestechlichkeit wurde Jürgen Emig bereits 2009 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Jetzt entschied ein Frankfurter Arbeitsgericht am heutigen Mittwoch noch über die Schadensersatzforderung des Hessischen Rundfunks an seinen ehemaligen Sportchef. Laut dapd verdonnerten die Richter den 65-Jährigen zu einer Zahlung von 1,1 Millionen Euro plus Verzugszinsen in Höhe von fünf Prozent über dem Basiszinssatz.

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Mit ihrem Urteil blieben die Frankfurter Richter hinter den Forderungen des öffentlich-rechtlichen Senders. Der Hessische Rundfunk hatte von Emig insgesamt 1,7 Millionen Euro gefordert.

Seit über fünf Jahren zieht sich bereits der Rechtsstreit zwischen dem Sender und dem 65-Jährigen hin. Im Sommer 2005 war der Verdacht aufgekommen, dass der Sportchef über die Firma SMP, an der seine Frau beteiligt war, Sponsorengelder in die eigene Tasche gesteckt haben soll. Wegen der Veruntreuung von über 300.000 Euro verurteilte das Landgericht Emig dann zu der Haftstrafe. Strafmildernd wirkte sich aus, dass der Radsport-Experte geständig war.

Allerdings kritisierten die Richter damals das Controlling des öffentlich-rechtlichen Senders. "Der HR hätte Dr. Emig besser kontrollieren können und auch müssen", zitiert Handelsblatt.com den Richter Erhard. Misstrauen habe es durchaus gegeben, dem sei aber nicht konsequent nachgegangen worden. Das Gericht stellt jedoch ganz klar fest, dass der HR Opfer und nicht Täter gewesen sei.

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