Verhandlungen zur FR-Sanierung haben begonnen

Die Verhandlungen zur Sanierung der Frankfurter Rundschau haben laut Franz Sommerfeld, Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg, konstruktiv begonnen. Der dpa sagte Sommerfeld am Dienstag, die Gespräche mit Gewerkschaften und Betriebsrat seien von "großer Ernsthaftigkeit" geprägt.

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Sommerfeld weiter: "Es ist Verständnis dafür zu spüren, dass eine weitere Quersubvention durch die anderen Titel nicht länger akzeptabel ist, um deren Zukunftsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen". Die Gespräche sollen bis Ende Juni abgeschlossen werden. Die FR-Gesellschafter seien bereit, dem Blatt noch einmal mit einer zweistelligen Millionensumme zu helfen.

Das Sanierungskonzept der chronisch defizitären Zeitung sieht u.a. vor, den überregionalen Mantelteil gemeinsam mit der "Berliner Zeitung" zu produzieren. "Nur wenn sich die Redaktionen in Frankfurt und Berlin darauf einlassen, ist die ‚FR‘ zu retten", so Sommerfeld. Ob sie sich darauf einlassen, müssen die Gespräche zeigen, nach Bekanntwerden der Pläne gab es auf jeden Fall schon Proteste aus den Redaktionen – u.a. in Form eines offenen Briefes an die Chefredaktion. 44 Stellen sollen bei der "Frankfurter Rundschau" wegfallen, allein 2010 belief sich der Verlust des Blattes auf 19 Mio. Euro.

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