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Junge Journalisten wollen zu Print

In Zeiten der Tablets und Smartphones: Print hat immer noch das beste Image unter jungen Medienschaffenden, so das Ergebnis einer Studie. Mehr als die Hälfte der 14- bis 25-Jährigen, die in den Journalismus wollen, wünschen sich eine berufliche Laufbahn bei einer Zeitung oder einer Zeitschrift. Nur jeder Vierte möchte einmal für das Fernsehen arbeiten, zwölf Prozent wollen zum Radio, teilt das Institut für Jugendkulturforschung mit. Und das, obwohl die Zukunft von Printmedien düster gezeichnet wird.

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Printjournalismus ist der Studie des Instituts für Jugendkulturforschung zufolge immer noch der attraktivste Kommunikationsberuf. Dennoch gehen rund 40 Prozent der jungen Medienschaffenden davon aus, dass sowohl gedruckte Tageszeitungen, als auch Magazine in den nächsten drei Jahren weiter an Bedeutung verlieren werden, nur rund zwei Prozent glauben an einen Bedeutungsgewinn. Das ergab eine aktuelle deutschlandweite Umfrage unter 14-bis 25-jährigen jungen MedienmacherInnen, durchgeführt vom österreichischen Verein jugendkulturforschung.de e.V. in Kooperation mit der Jugendpresse Deutschland e.V. Allerdings lässt die Studie offen, wie viele junge Journalisten sich an der Studie beteiligten.
Für diese erwartete negative Entwicklung von Printmedien sprechen auch die Erwartungen für den Onlinejournalismus. Den Web-Auftritten, die unter dem Dach einer etablierten Info-Marke Hintergrundberichterstattung und Quasi-Echtzeitberichte gleichzeitig liefern, wird eine glänzende Zukunft prophezeit. Vier von fünf Befragten gehen davon aus, dass Online-Auftritte von Tageszeitungen in den nächsten drei Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Auch was das Fernsehen betrifft, sieht man die Zukunft in Online-Mediatheken, die zeitsouveräne Nutzung erlauben.
Die Bezahlbereitschaft für solche Angebote ist jedoch gering. Nur jeder Zehnte kann sich vorstellen, für aktuelle Nachrichten auf Nachrichtenseiten Geld auszugeben. Bei Hintergrundberichterstattung oder Zugriff auf Online-Archive sind junge Menschen weniger auf Gratisangebote festgelegt. Hier können sich immerhin 28 Prozent beziehungsweise 37 Prozent vorstellen, Bezahlangebote zu nutzen; diese dürfen allerdings nicht mehr als zwei bis fünf Euro pro Monat kosten. Geht es um E-Paper, bilden die Zahlungswilligen mit 55 Prozent sogar die Mehrheit. Hier würde man auch etwas tiefer in die Tasche greifen: 40 Prozent derer, die für ein E-Paper bezahlen würden, würden zwischen fünf und zehn Euro pro Monat ausgeben.

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