Wikileaks stellt geheime Israel-Papiere online

Wikileaks hat wieder zugeschlagen: Die israelische Zeitung Haaretz hat mit der Veröffentlichung von rund 10.000 geheimen Dokumenten über Israel begonnen. Diese widerlegen Verschwörungstheorien, wonach Wikileaks-Gründer Julian Assange ein Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad ist. Die Gerüchte besagten, dass er mit der Regierung vereinbart habe, kein "peinliches Material" über das Land zu veröffentlichen, schreibt die Zeitung. Außerdem gehen daraus strittige Meinungen von Politikern hervor.

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Israels Außenminister Avigdor Lieberman bezeichnete demnach Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bereits im Oktober 2006 als "schwach, korrupt und nicht mehr relevant". Regierungschef Benjamin Netanjahu sei zudem der Meinung, Abbas habe sich in einen Schmollwinkel zurückgezogen. Der Palästinenserpräsident versuche hingegen, Netanjahu als "Friedensverhinderer" darzustellen, berichtete eine Gruppe von US-Abgeordneten nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten im November 2009.
Israels Regierung beobachtete zudem die Machenschaften von Ägyptens Feldmarschall Tantawi, der dem Militärrat vorsitzt, kritisch. Sie sieht ihn als "Hindernis" beim Kampf gegen den Waffenschmuggel in den von der radikalen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Gazastreifen. In einer US-Depesche vom 18. November 2009 wird beklagt, dass der ehemalige Verteidigungsminister den Kampf gegen den Waffenschmuggel als nicht dringend ansehe. Der israelische Inlandsgeheimdienst Juval Diskin soll notiert haben: "Wir wissen dank unserer Aufklärung, dass die Ägypter mit uns zusammensitzen und lügen."

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