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Sat.1-Reporter fällt auf Fake-Rangnick rein

In jeglicher Hinsicht unterscheidet sich der neue Schalke-Trainer von seinem Vorgänger Felix Magath: So spricht Ralf Rangnick beispielsweise mit den Spielern und interessiert sich nicht für Facebook. Anders als von Sat.1-Reporter Wolff-Christoph Fuss behauptet, hat der Coach kein eigenes Web-Profil. Während der Partie Inter Mailand gegen Schalke 04 hatte der TV-Mann gemutmaßt, dass dieses tolle Spiel die Freundeszahl des Trainers explodieren lassen würde. Das taten sie auch, nur bei einem falschen Rangnick.

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Fuss erzählte um die 80. Minute der Partie, dass auch der 52-Jährige, wie sein Vorgänger Magath, bei Facebook wäre. Ein kurzer Blick bestätigte: Ja, beim Social Network gibt es einen Ralf Rangnick, und auch dessen Foto entspricht dem des Trainers. Als sich der TV-Reporter über den Coach und dessen Social-Media-Aktivitäten ausließ, hatte das Profil noch rund 1.600 Fans. Am Morgen nach der Champions-League-Partie waren es bereits über 10.000. Zur Mittagszeit hatte die Page sogar schon mehr als 11.800 Anhänger gefunden.

Dumm nur, dass sie alle, wie auch der TV-Profi, einem Fake aufgesessen sind. Auf MEEDIA-Nachfrage dementierte das Management des Trainers, dass der Schalke-Coach auf der Web-Plattform aktiv sei.

Tatsächlich hätte ein Rangnick-Profil bei Facebook für viel Verwirrung gesorgt, denn erst vor einer Woche hatte der 52-Jährige in einem Sport-Bild-Interview gesagt, dass er nicht wie sein Vorgänger einen Facebook-Auftritt starten würde: "Das habe ich bisher nicht getan und werde es nicht. Ich bin ein Freund von Face-to-Face-Begegnungen und nicht von unpersönlichen E-Mails und Chats."

Die meisten Fans haben offenbar noch nicht bemerkt, dass die Person mit der sie bei Facebook reden, nicht der Trainer ihres Herzensvereins ist, sondern sie mit einer offenbar automatisch generierten Community-Page reden, die überwiegend aus Wikipedia-Inhalten besteht. So wird die vermeintliche Trainer-Seite immer mehr zum Kummerkasten und Beichtstuhl der königsblauen Anhänger. Via Pinnwand geben die Fans ihrem vermeintlichen Trainer Tipps für die Aufstellung im kommenden Match gegen Wolfsburg, bedanken sich für das tolle Spiel gegen die Italiener und weisen daraufhin, dass man im "Rückspiel nicht zu nachlässig" agieren oder "Inter unterschätzen solle".

Möglicherweise ist es vor allem die fehlende Face-to-Face-Kommunikation, die Magath bei der Web-Plattform so gut gefällt. Vom Ex-S04-Trainer ist bekannt, dass er nur in Notsituationen mit seinen Spielern sprach. Dafür hängen bei Facebook mittlerweile über 187.000 Fans an den Lippen des ehemaligen Meistertrainers.

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