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Facebook und die Journalisten-Datenpanne

Eigentlich eine gute Idee: Facebook startete eine Seite mit Tipps, wie Journalisten das Soziale Netzwerk am besten nutzen können. Auf der Seite kann man sich auch registrieren, um über künftige Workshops informiert zu werden. Dabei ist Facebook aber offenbar eine Datenpanne passiert. Die Namen, Mailadressen und andere Daten der registrierten Journalisten waren auf der Website einer Facebook-Mitarbeiterin öffentlich zu lesen.

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Ein Kommentator unter dem MEEDIA-Artikel zu der Facebook-Journalisten Seite hatte es gemerkt: “Will man sich auf im Artikel genannter Facebook Seite registrieren erhält man die Warnung: >>Informationen von dieser sicheren Seite werden an eine nicht sichere Seite auf www.kristinthayer.com gesendet.>Vom Übermitteln sensibler Informationen wird dringend abgeraten.” Der Kommentierer wurde offenbar von Sicherheitssoftware auf seinem Rechner gewarnt. Ohne Sicherheitssoftware bekam beim bei der Registrierung auf der Facebook-Journalisten Seite keine Warnmeldung.

Auch der Radiojournalist und Blogger Daniel Fiene registrierte sich bei der Facebook-Journalisten-Seite. Ihm fiel auf, dass seine Daten auf der Webseite mit der Adresse www.kristinthayer.com/FBjournalist/reg.txt offen für Jedermann zu lesen waren. Zusammen mit den Daten zig anderer Personen, die sich für die Journalisten-Workshops von Facebook interessierten.

Wer aber war die ominöse Kristin Thayer, auf deren Website die Daten von Facebook landeten? Kristin Thayer ist eine Mitarbeiterin in der Facebook-Zentrale im kalifornischen Palo Alto. Dies geht aus ihrem eigenen Facebook-Profil hervor. Bei Facebook ist sie zuständig für Platform Partnerships. Zuvor kümmerte sie sich um Developer Operations beim weltgrößten Sozialen Netzwerk. Daniel Fiene mutmaßt in seinem Blog: “Wahrscheinlich war Kirstin Thayer mit der Erstellung der Facebook-Seite vertraut und hat die Facebook-App-Dateien auf ihren eigenen Server abgelegt. Dieses Vorgehen ist nicht unüblich.” Dass die Daten aber offen für die ganze Welt sichtbar in einer Datei auf ihrer Website abgelegt wurden, sei freilich "dilettantisch", so Fiene.

Mittlerweile sind die Journalisten-Daten unter www.kristinthayer.com nicht mehr zugänglich. Laut Facebook hat man den Fehler “schnell behoben”. Auf der Facebook-Journalisten-Seite findet sich bis dato übrigens kein Hinweis zu dem Datenleck. Kommunikation ist manchmal eben auch für ein Kommunikationsunternehmen nicht ganz selbstverständlich.

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