Anzeigenblätter melden Umsatzsteigerung

Zurück zum alten Level: Die deutschen Anzeigenblätter haben im Geschäftsjahr 2010 ihren Nettorekordwerbeumsatz von vor zwei Jahren wieder erreicht. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) stieg der Umsatz um 2,3 Prozent auf 2,011 Milliarden Euro. 2008 war erstmals die Grenze von 2 Milliarden Euro überschritten worden. Mit dem Anstieg von 45 Millionen Euro stellen die Werbeblättchen den drittgrößten Werbeträger in Deutschland dar, hinter dem Fernsehen und den Tageszeitungen.

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2009 hatten die Anzeigenblätter Jahr 2,1 Prozent ihres Netto-Werbeumsatzes verloren. Der Netto-Umsatz war auf 1,966 Mrd. Euro zurück gegangen. Der Verband hatte damals 1.384 Anzeigenblätter mit einer wöchentlichen Auflage von 91,2 Mio. gezählt.
Mit Stand vom 1. Januar 2011 meldet der BVDA 1.407 Anzeigenblatt-Titel mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von 92,3 Millionen Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr verteilt sich die Erscheinungsweise fast unverändert vor allem auf die Wochenmitte und das Wochenende. Rund zwei Drittel (2011: 63,6%) aller Anzeigenblätter erscheinen mittwochs und donnerstags (895 Titel), etwa ein Drittel (2011: 33,7%) erscheint am Wochenende ( 474 Titel). Dem BVDA gehören 221 Verlage mit 887 Titeln bei einer ADA-geprüften Wochenauflage von 64,8 Mio. Exemplaren an. 70 Prozent der Gesamtauflage ist in dem Verband organisiert.
"Die Anzeigenblätter in Deutschland hatten ein gutes, zufriedenstellendes Geschäftsjahr", sagte Heiner Urhausen, Geschäftsführer des BVDA. Zwei Milliarden Euro Nettowerbeumsatz belegten, dass die Gattung der dominierende Player im lokalen Werbemarkt sei. "Dass viele andere Gattungen in jüngster Zeit plötzlich das Lokale entdecken, liegt wohl daran, dass sie von diesem Werbekuchen etwas abhaben möchten. Besonders kleine und mittelständische Kunden tragen zu einem stabilen Geschäft bei. Dies scheint sich mittlerweile auch außerhalb der Anzeigenblattverlage herumzusprechen", sagte Urhausen. "Diesen Wettbewerb nehmen wir gerne an: Wo andere hinwollen, da sind wir schon längst."

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