Chip überarbeitet sein Foto-Magazin

Es geht um Fotos, und da ist es nur konsequent, dass die auffälligste Neuerung der überarbeiteten Chip Foto-Video das wichtigste Bild jeder Ausgabe betrifft: das Cover. Burda hat sein Foto-Enthusiasten-Magazin renoviert und liefert die Zeitschrift nun als eine der Ersten in Deutschland regelmäßig mit zwei Titelbildern aus: eines für die Abonnenten und eines für den Kioskverkauf. Zudem erweiterte Chefredakteur Florian Schuster das redaktionelle Konzept und strich das Wort "digital" aus dem Titel.

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Das Magazin heißt jetzt nur noch Chip Foto-Video. Das Wort "digital" wurde 2003 in den Titel integriert, um ein Alleinstellungsmerkmal gegen die Konkurrenz zu schaffen. Mittlerweile glaubt man in München, sich genügend Kaufargumente für die Zeitschrift erarbeitet zu haben, so dass man auf das "digital"-Anhängsel auch verzichten kann.

"Entsprechend unserem Motto ‚Wir leben Fotografie‘ haben wir im Zuge des Relaunches die Chip Foto-Video inhaltlich und optisch komplett überarbeitet“, erklärt Schuster. "Wir haben das Layout reduziert und für unsere Abonnenten sogar ein Extra-Cover wie bei einem ‚coffee table magazine‘ konzipiert". Die Idee dahinter leuchtet ein. Denn die Abonnenten müssen nicht mehr mit Nutzwert-Geschichten wie Kamera-Tests von einem Kauf überzeugt werden. Bei ihnen handelt sich in der Regel sowie schon von Semi-Professionelle Foto-Enthusiasten. Ein richtig gutes Bild auf dem Titel spricht sie sicherlich mehr an.

Überhaupt gehören die Abonnenten zu den wichtigsten Kunden des Heftes. In den vergangenen Jahren gelang es der Redaktion, die Zahl um 26 Prozent zu erhöhen. Damit konnte das Minus von 22 Prozent im Einzelverkauf aufgefangen werden. Bei einem Gesamtverkauf von 61.653 Exemplaren ist es den Münchnern so gelungen, die Auflage annähernd stabil zu halten – in diesem hart umkämpften Segment bereits ein beachtlich Leistung.

Um die Position im Markt halten zu können, wird nun zusätzlich noch der Heftumfang um 16 Seiten erweitert. "Damit haben wir mehr Platz für ausführlichere Test, großzügigere Bildstrecken mit direktem Praxisbezug und mehr Leserfotos aus der Chip Fotowelt", sagt Schuster.

Auch wenn das "digital" aus dem Namen gefallen ist, spielen digitalisierte Informationen im überarbeiteten Heftkonzept sogar noch eine wichtigere Rolle. Denn auch der DVD-Beileger wurde grundlegend renoviert. Er bietet nun redaktionelle Inhalte anstelle einer reinen Software-Sammlung. "Umfragen haben gezeigt, dass unsere Leser mehr Inhalte aus der Redaktion wollen. Also haben wir die Heft-CD durch eine umfangreiche DVD im App-Design ersetzt. Darauf finden die Leser zusätzliche Inhalte wie Praxis-Videos und Screencasts – quasi ein interaktives Heft im Heft", erklärt der Chefredakteur.

Das erste überarbeitete Heft ist seit dem heutigen Mittwoch im Handel. Es gibt es in zwei Versionen am Kiosk: mit DVD für 6,50 Euro und als Basic-Version für 4,50 Euro.

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