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Burda sucht das Facebook-Model

Mit dem Lisa Freundeskreis hat der Burda Verlag eine Methode gefunden, eine nicht sonderlich Internet-affine Zeitschriftenmarke mit Online-Mehrwert auszustatten. Bei dem Online-Freundeskreis können sich Nutzerinnen (und auch Nutzer) bewerben, um Produkte zu testen. Diese Testergebnisse werden von Burda dann auch als Marktforschung angeboten. Jetzt soll der Freundeskreis über einen Foto-Wettbewerb bei Facebook noch weitere Kreise ziehen.

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Am 6. April gibt es auf der Facebook-Seite des Lisa Freundeskreises eine eigene App, mit der Nutzer ihre Fotos in ein Zeitschriften-Cover einbauen können. Danach wird über einen Button abgestimmt. Die Endauswahl aus den fünf Teilnehmerinnen mit den meisten Stimmen will die Redaktion dann aber doch nicht der Community überlassen, sondern es gibt eine Jury unter Vorsitz von Lisa-Chefredakteurin Maria Sandoval. Die Siegerin gewinnt ein Foto-Shooting in New York und kommt aufs echte Lisa-Cover.

Mit der Aktion soll der Lisa Freundeskreis weiter gepusht werden. Schon jetzt ist auf der Facebook-Seite des Freundeskreises einiges los. Die Seite hat über 2.600 Fans und es gibt eine rege Nutzer-Beteiligung. Die direkten Lisa-Konkurrenzblätter Laura (Bauer Verlag) und Lea (Klambt) sucht man bei Facebook noch vergeblich. Bei dem Freundeskreis können sich angemeldete Nutzer für ein so genanntes Projekt anmelden oder für einen Produkttest bewerben. Wer ausgewählt wird, bekommt das Produkt zugeschickt, darf es testen und seine Erfahrungen auf der Freundeskreis-Seite online stellen. Nach Abschluss des Tests gibt es dort eine Art Zusammenfassung mit ausgewählten Stimmen und Zahlen. Würden mehr als Zwei Drittel der Testerinnen ein Produkt weiterempfehlen, wird ein so genanntes Freundeskreis-Gütesiegel verliehen mit dem sich der Kunde schmücken darf.

Das Ganze ist natürlich eine kaum verhohlene Werbemasche. Die Produkttests fallen in der Regel überaus positiv aus, Kritische Bewertungen muss man mit der Lupe suchen (wir haben keine gefunden) und mit dem Gütesiegel wird verschwenderisch umgegangen. Das kann man furchtbar kommerziell finden, die Kommentare der Nutzerinnen bei Facebook und im Web-Forum sind aber größtenteils sehr positiv. Die Idee mit den Produkttests kam so gut an, dass die Zeitschrift Lisa online nur noch mit dem Freundeskreis vertreten ist.

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