Hausdurchsuchungen nach Kika-Skandal

Das Thüringer Landeskriminalamt hat nach dem Millionenbetrug beim Kinderkanal mehrere Firmen und Privatwohnungen durchsucht. Wie Welt Online berichtet, sollten Akten und Beweismittel sichergestellt werden.

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Bei der Kika-Betrugsaffäre ist ein Schaden von rund 8,2 Millionen Euro entstanden, weil ein früherer Herstellungsleiter über Jahre Scheinrechnungen geschrieben hatte. Die aktuellen Ermittlungen richten sich laut Welt Online gegen elf Personen, darunter sechs Geschäftsführer verschiedener Firmen und fünf Personen aus dem Umfeld des Kika. In Folge des Skandals war bereits Verwaltungsdirektor Holger Tanhäuser zurückgetreten.
"Die enorme kriminelle Energie des Beschuldigten hat letztlich dazu geführt, dass diese Allianz von Untreue und Betrug für Außenstehende ohne spezifische Fachkenntnisse offenbar kaum zu entlarven war und so Jahre lang unentdeckt blieb", sagte der MDR-Intendant Udo Reiter. "Dass über so lange Zeit unbemerkt so viel Geld abgezweigt werden konnte, ist auf tatbegünstigende Umstände, auf Schwachstellen im Umfeld und einen mangelnden Vollzug der MDR-Regeln beim KI.KA zurückzuführen. Dafür sind wir verantwortlich."

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