Google am 1. April: die Scherz-Maschine

Publishing Alle Jahre wieder überschlägt sich Google am 1. April förmlich in Sachen Aprilscherze. Die Google-Witze zum 1. April sind in der Branche zu einer festen Größe geworden und meistens aufwändig produziert. Dieses Jahr gibt es angeblich Googlemail mit Bewegungssteuerung, Google präsentiert Finger-Aerobic für den Chrome-Browser, bei Youtube werden historische Webvideos gezeigt und bei Google Maps ist ein Wal in der Themse zu entdecken.

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Gmail Motion heißt das neue Feature, das von Gmail Product Manager Paul McDonald mit dem gebotenen Bierernst im Video vorgestellt wird. Aber spätestens bei der Geste “Briefmarke ablecken und draufkleben” wird klar, dass es sich hier um einen der berüchtigten Google-Aprilscherze handelt. Noch abstruser ist, was sich das Team der Online-Textverarbeitung und -Tabellenkalkulation Google Docs als Bewegungssteuerung zum 1. April ausgedacht hat.

Einen echten Programmierer-Witz haben die Leute von Google Maps und Google Earth gemacht. In Google Maps sieht man in der Londoner Themse die Grafik eines Narwals. Unweit des Wals befinden sich die Büros der Firma Canonical, die die Linux-Distribution Ubuntu sponsert. Der Codename der Ende April erscheinenden neuen Ubuntu-Version ist Natty Narwhale. Das ist schon ein echter Insider-Witz. In Google Earth kann man sich den Wal in der Themse auch anschauen. Das Google Watchblog, das alle aktuell bekannten Google-Aprilscherze sammelt, verrät wie: 3D-Gebäude aktivieren und zu folgenden Koordinaten gehen: 51°29’30.82″ N 0°07’28.59″ W.

Auch bei der Google-Tochter YouTube wird gescherzt. Im YouTube-Blog wird der “100. Geburtstag” der Webvideo-Seite gefeiert – mit Viral-Web-Videos aus dem Jahr 1911.

Schon mal gewundert, wie Google Autocomplete (das automatische vervollständigen der Suchanfragen) eigentlich funktioniert? Es ist nämlich keine Software, wie man bisher dachte, sondern Google beschäftigt echte Menschen, die die Suchanfragen von Hand in Echtzeit vervollständigen. Jedenfalls, wenn wir dieser Stellenanzeige am 1. April bei Google Glauben schenken, in der ein “Autocompleter” gesucht wird. Man braucht natürlich "good typing skills".

Für Googles Telefon-Service Google Voice (den es in Deutschland leider nicht gibt), kündigt der Internet-Konzern exklusiv am 1. April den “Voice-alyzer” an, der automatisch peinliche Anrufe verhindern soll. Wenn der neue Service aktiviert ist, muss man vor einem Telefonat komplizierte Wörter wie ”Czechoslovakia” eintippen. Anschließend entscheidet der Voice-alyzer, ob man frei telefonieren darf. Ansonsten ruft das Programm Taxi-Unternehmen aus der Umgebung an.

Manche der Google-Witze sind schon sehr speziell. So hat das Google Watch Blog noch einen Aprilscherz dokumentiert, bei dem mittels einer Erweiterung für Googles Chrome Browser alle Websites in die verhasste Schriftart Comic Sans umgewandelt werden.

Der beste Google-Witz zum 1. April ist aber Chromercise. Hier will Google den Nutzern mit einem Finger-Workout helfen, schneller mit dem hauseigenen Browser Chrome zu surfen. Das Video ist eine spaßige Parodie auf 80er-Jahre Fitnessvideos mit Händen und Fingern statt Menschen und Beinen. Es lohnt sich das Video ganz bis zum Ende anzuschauen, am Schluss gibt es noch einen Bonus-Witz.

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