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Google +1: der neue „Like“-Button?

Google hat für seine Suche einen Empfehlungsbutton namens "+1" eingeführt. Die Antwort des Suchmaschinenriesen auf Facebooks allmächtigen "Like"-Button. User sollen damit Suchergebnisse, Anzeigen und Artikel weiterempfehlen können. Wenn befreundete User dann auf dieselben Ergebnisse stoßen, wird Ihnen wiederum die Empfehlung angezeigt. Ein soziales Netzwerk will "+1" nicht sein. Doch im Vergleich zum Like-Button wirkt der Google-Service recht spartanisch.

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Nutzen kann den Dienst jeder, der mit einem Google-Profil angemeldet ist, beispielsweise für Google Mail, Google Calender oder Google Docs. Deutsche Google-User müssen sich noch ein wenig gedulden, denn der Dienst startet vorerst nur in den USA. Allerdings kann man den Service auch hier vorab testen. Dafür muss man nur seine Zustimmung in den Google-Labs geben.

Was macht “+1” genau? Wenn Sie beispielsweise ein Suchergebnis “plusoned” haben, taucht dieses Ergebnis in ihrem Google-Profil auf. Vergleichbar mit Ihrem Facebook-Profil, auf dem alle Postings und Likes zusammengefasst werden. Diese Liste im Google-Profil lässt sich editieren und veröffentlichen. Ansonsten kann nur der einzelne Nutzer sie sehen. Trifft jemand, der beispielsweise in Ihren Google-Kontakten – aus dem Mail-Adressbuch, dem Google Reader oder von Google Buzz – vorkommt, auf dasselbe Suchergebnis, wird ihm angezeigt, dass Sie den Suchtreffer “plusoned”, also für gut und hilfreich befunden, haben. Dasselbe funktioniert auch bei Google-Anzeigen.

Geplant ist irgendwann eine Verbindung via Twitter und die Möglichkeit, Webseiten zu "plusonen". Doch schon mit der Auswahl der Kontakte zeigt sich, dass Google nicht unbedingt Facebook Konkurrenz machen will – oder kann. So kann der User bei “+1” nicht auswählen, welche Kontakte bzw. Empfehlungen er wichtiger findet. Google entscheidet für ihn und stellt aus dem gesamten Pool von Mail-Kontakten und Buzz-Followern eine Melange an Usern zusammen, deren Empfehlungen ihm künftig angezeigt werden. Abstufungen in “Freunde” oder “Freundesfreunde” lassen sich nicht vornehmen.

So funktioniert Googles “+1” erstmal nur als eine persönliche Merkliste für Suchtreffer – ähnlich einer Sammlung von Bookmarks. Mit dem Vorteil, dass sie nicht lokal in einem Browser gespeichert werden, sondern von überall zugänglich sind. Aber dafür gibt es schon seit Jahren Dienste, wie beispielsweise “delicious” oder “digg”. Aber vielleicht muss “+1” auch nicht mehr sein als eine Art Empfehlungsdienst und eine sinnvolle Erweiterung des Google-Suchrepertoires.

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