Musikindustrie steckt in der Krise fest

Trotz wachsendem Digital-Geschäft: Der Umsatz der Musikindustrie fiel um 8,4 Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar (11,3 Milliarden Euro). Als Hauptgrund nennt der Branchenverband IFPI nach wie vor die Vielzahl an Raubkopien. Dem Jahresbericht der Organisation zufolge ging der Absatz von Tonträgern – in erster Linie CDs – um 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und betrug 10,4 Milliarden Dollar. Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: das Download- und Streaming-Geschäft legte um 5,3 Prozent zu.

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Mit 4,6 Milliarden Dollar macht der Digital-Markt 29 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das Wachstum war mit 5,3 Prozent jedoch nur noch halb so hoch wie im Vorjahr, berichtet der britische Guardian. Und den anhaltenden Verfall des klassischen CD-Geschäfts können die digitalen Verkäufe nicht kompensieren.
Die größten Rückgänge verbucht die Musikindustrie in Japan (minus 8,3 Prozent) und in den USA (minus zehn Prozent). Das Geschäft mit Tonträgern brach dort gar um 20 Prozent ein. Auch in Großbritannien, dem ehemals drittgrößten Musikmarkt der Welt, ging der Umsatz um elf Prozent auf 1,38 Milliarden Dollar zurück.
Europa gilt in der Branche als besonders aufgeschlossene Region für Download- und Streaming-Dienste. Das Digital-Geschäft wuchs hier mit 21,6 Prozent überdurchschnittlich stark.
Den Rang als drittgrößter Musikmarkt hat dem Guardian zufolge nun Deutschland inne. Offizielle Zahlen dazu legt der Bundesverband Musikindustrie im April vor.

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