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„GNTM“: Heidi macht sich zum Affen

Tier geht immer! Getreu diesem Motto lässt Heidi Klum in der heutigen Ausgabe von “Germany’s Next Topmodel” einen Schimpansen als pelziges Accessoire für ein Foto-Shooting auftreten. Und das nicht zum ersten Mal. Jetzt laufen die Tierschützer Sturm: Die in Hamburg ansässige Stiftung "Vier Pfoten" forderte den Sender ProSieben und die Produktionsfirma Tresor TV in einem öffentlichen Schreiben dazu auf, Wildtiere in Shows nicht mehr einzusetzen.

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Für die heutige Folge von "Germany’s Next Topmodel" kündigt ProSieben den Einsatz eines Menschenaffen an. Ein Schimpanse in Menschenkleidung soll mit den Kandidatinnen vor der Kamera agieren. Die Hamburger Stiftung “Vier Pfoten” fordert den Sender und die Produktionsfirma Tresor TV auf, sich auf freiwillig agierende, menschliche Models zu beschränken und nicht mehr auf Wildtiere in ihren Unterhaltungsshows zu setzen.

Denn es passiert nicht zum ersten Mal, dass sich die Models mit wilden Tieren schmücken. Seit der ersten Staffel von “Germany’s Next Topmodel” posieren Elefanten, Reptilien oder Affen vor der Kamera – für Fotoshootings, Laufstegeinsätze oder andere Tête-á-têtes mit den Kandidatinnen. Das Promi-Magazin “Red” zeigte jüngst eine Zusammenfassung der “härtesten Foto-Shootings”, unter anderem mit einem Panther.

In der heutigen Folge soll der Schimpanse mit Anzug und Krawatte kostümiert eine sogenannte "Challenge" absolvieren. "Ein Affe hat in einer Fernsehkulisse nichts verloren", erklärt Thomas Pietsch von “Vier Pfoten”. "Allein die alberne Kostümierung zeigt, dass die Programmmacher den bedauernswerten Schimpansen lediglich als Witzfigur verstehen."

Nicht nur die Kleidung zeigt ein völlig falsches Bild dieses Wildtieres. Denn der Affe soll vor der Kamera lachen. Das Grinsen des Schimpansen hätte allerdings nichts mit Freude zu tun. Vielmehr zeigt das Tier damit das so genannte "Angstgrinsen". Außerdem könnten Wildtiere wie Menschenaffen weder am Set noch auf Showtierfarmen ihr natürliches Verhalten ausleben.
Was für den Zuschauer lustig aussieht, verlange den Tieren harte Arbeit ab und verursache nicht selten psychische Leiden. Deswegen fordert die Stiftung: "Heidi Klum sollte sich mehr auf die Modelqualitäten ihres Nachwuchses besinnen. Sonst entsteht schnell der Eindruck, dass diese sich nicht ohne tierische Staffage in Pose setzen können."

Der Sender scheint indes kein Problem mit dem Auftritt von Tieren in seinem Programm zu sehen: „Der Affe Kenzie hat mehr Hollywood-Erfahrung als die meisten deutschen Schauspieler“, sagte ein Sprecher des Senders dem Hamburger Abendblatt.

Trotzdem ist “Vier Pfoten” mit ihren Forderungen nicht allein. Immer wieder setzen sich Tierschützer für ein Verbot von Wildtieren in Fernsehshows ein. Zuletzt hatte die Tierrechtsorganisation PETA an der RTL-Sendung „Das Supertalent“ Kritik geübt. Den Tierschützern missfiel der Auftritt von Robben und der Vorbeimarsch der Jury auf dem Rücken von Elefanten.

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