„Fernsehen ist und bleibt das Leitmedium“

Im Web entwickelt sich "Germany's Next Topmodel" zum Hit. So lagen die Nutzungszahlen in den ersten Wochen um 40 Prozent über dem Vorjahr. "Die Zuschauer erwarten heute von uns, dass das TV-Format auf allen Bildschirmen und Endgeräten zur Verfügung steht", sagt Eun-Kyung Park, Geschäftsführerin von SevenOne Intermedia. Trotz aller Web-Euphorie sagt die Managerin, dass es immer "ein Leitmedium geben muss, das den Inhalt als erstes einem breiten Publikum präsentiert. Das ist und bleibt das Fernsehen".

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Frau Park, die TV-Quoten sind durchwachsen, die Abrufzahlen im Internet jedoch gestiegen. Wie erklären Sie sich das? Sind die Zuschauer  ins Internet abgewandert, machen Sie sich mit dem Web-Auftritt von "Germany’s Next Topmodel" selbst Konkurrenz?
Die TV-Quoten zu "Germany’s next Topmodel" sind keinesfalls rückläufig. Im Gegenteil: Bei drei der ersten vier Sendungen lag der durchschnittliche Marktanteil (Z 14-49) über dem Vorjahr. Die Online-Abrufzahlen steigen somit trotz oder vielleicht gerade wegen höherer TV-Quoten. Wir sind mit der Entwicklung sowohl on air als auch online überaus zufrieden.

Hat sich auf der Seite gegenüber dem vergangenen Jahr inhaltlich etwas verändert, sind neue Angebote hinzugekommen?
Wir bauen das Angebot von Jahr zu Jahr aus. So konnten diesmal die Top-50-Kandidatinnen schon einen Monat vor Staffelstart auf ProSieben.de angesehen und sogar von den Nutzern bewertet werden. Zwei Wochen vor Start gab es dann auch Videobotschaften der Top 50. Die Resonanz war ausgesprochen positiv. Zugleich haben wir neue Social-Media-Maßnahmen eingebunden. Die User können ihre Favoritin nun durch einen Klick auf den „Gefällt mir“-Button zum Beispiel auf ihre Facebook-Pinnwand posten. Auch das kam sehr gut an.
Wurden aktuelle Trends berücksichtigt? Wenn ja, welche?
Die Mediennutzung findet heute über verschiedene Kanäle statt. Dieser Trend hält unvermindert an. Entsprechend verlängern wir unsere Inhalte über alle Bildschirme und Endgeräte. Das gilt für „Germany’s next Topmodel“ ebenso wie für all unsere anderen Formate. Durch „ProSieben Connect“ etwa greifen wir den Trend zur Parallelnutzung von TV und Internet oder Smartphones auf. Nutzer können hierbei  mit Freunden während der Sendung chatten oder sogar spielerisch über die Inhalte abstimmen und mitraten – in Echtzeit. Näher am Programm geht’s kaum.

Was erwartet der User, wenn er den „Germany’s next Topmodel“-Auftritt anklickt?
Die Zuschauer erwarten heute von uns, dass das TV-Format auf allen Bildschirmen und Endgeräten zur Verfügung steht. Und sie erwarten Applikationen, die Interaktion ermöglichen. Wir wollen den Nutzern einen konkreten Mehrwert bieten: Was ist passiert? Wer ist rausgeflogen? Die Fans interessiert so was natürlich ungemein.

Sind TV-Zuschauer von „Germany’s next Topmodel“ und die Online-User deckungsgleich?
Ja. TV ist Dreh- und Angelpunkt für die Nutzung von ProSieben.de.

Was bietet das Web, was das TV nicht kann?

Entscheidend ist das optimale Zusammenspiel der Medien, wobei jedes entsprechend seiner Stärken zum Einsatz kommen muss. Für mich gehören TV und Online, aber auch Mobile, zusammen. Wobei es ein Leitmedium geben muss, das den Inhalt als erstes einem breiten Publikum präsentiert. Das ist und bleibt das Fernsehen. Im Internet bieten wir neben dem Livestream der Sendung und den aktuellen kompletten Folgen und Highlight-Clips zudem Bildergalerien, Informationen zur Jury und exklusives Backstage-Material. Dort sehen die Nutzer, was hinter den Kulissen passiert, sie sind quasi „ganz nah dran“. Daneben spielt natürlich die Interaktion eine große Rolle, wie zum Beispiel „ProSieben Connect“. Immer montags bieten wir zudem eine Vorschau auf die nächste Folge. Wir zeigen hier einen kurzen Clip und erste Bilder. All diese Maßnahmen tragen zur Fan-Bindung bei und somit natürlich auch zum Erfolg des Formats im Fernsehen

Als was sehen Sie den Auftritt? Als Markenverlängerung, Ergänzung oder etwas Eigenes?
Wir sehen den Auftritt in erster Linie als starke Verlängerung der TV-Sendung. ProSieben.de ermöglicht den Blick hinter die Kulissen und gibt den Usern die Chance zur Diskussion mit anderen Fans. Auf Topmodel.ProSieben.de findet der Zuschauer weiterführende Informationen wie Interviews mit den Kandidatinnen, die schönsten Bilder seiner Favoritin oder die letzte Folge als Video.
Gibt es auch User, die „Germany’s next Topmodel“ lediglich im Internet nutzen und nicht TV schauen?
Das wird sicher nicht die Regel sein. Wir können das nicht messen. Die Entwicklung der Online-Nutzung im Wochenverlauf legt jedoch eindeutig nahe, dass es in erster Linie darum geht, verpasste Folgen online nachzuholen, um dann wieder in das Geschehen der linearen Fernsehausstrahlung einsteigen zu können.

Ist der Web-Auftritt von „Germany’s next Topmodel“ eher so konzipiert, dass man ihn vor der Sendung, danach oder währenddessen nutzt?
Er ist für alle drei Szenarien konzipiert. Top 50 einen Monat vor der ersten Ausstrahlung, ProSieben Connect während der Fernsehsendung und die Nachbereitung mit umfassendem Backstage- und Bonusmaterial. Der Fokus liegt zurzeit jedoch auf der Nachberichterstattung.

Hebt sich der „Germany’s next Topmodel“-Auftritt vom sonstigen Angebot auf ProSieben.de ab?
„Germany’s next Topmodel“ ist natürlich ein TV-Format mit enormer Strahlkraft, entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit. Ähnlich ist es aber auch bei "Popstars" oder bei "Gallileo" und "taff". Auch hier haben wir eine Fülle an Backstage-Material, das wir eigens für ProSieben.de erstellen und unseren Usern anbieten.

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