„Hätte ich da nur nicht zugesagt…“

Der verunglückte Wettkandidat Samuel Koch zeigt offenbar minimale Anzeichen der Besserung. In einem Interview mit dem Schweizer SonntagsBlick erklärt der 23-Jährige, in die linke und rechte Hand sowie in den linken Fuß sei das "sensorisches Gespür" zurückgekehrt, er fühle die Gliedmaßen "wieder ganz leicht". Seit seinem Sturz bei "Wetten, dass..?" am 4. Dezember 2010 ist der Student querschnittsgelähmt, seine Teilnahme bereut er heute.

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Oft denke er an den Moment des Unfalls, als er versuchte, auf Sprungstelzen eine mehr als fünf Meter lange Limousine im Salto zu überspringen: "Immer wieder denke ich: Mensch, so was Blödes. Hätte ich da nur nicht zugesagt. Diese eine Sekunde, wenn die nicht wäre…" Andererseits sei ihm klar, dass es "keinen Sinn macht, darüber nachzudenken". Dabei helfe ihm die Aussage seines Arztes, der erklärt habe, es gebe keine "vernünftigen Unfälle".

Samuel Koch hat den Traum einer weitgehenden Genesung noch nicht aufgegeben: "Ich wollte und will nach wie vor wieder Fußgänger werden", erklärte er gegenüber der Schweizer Zeitung SonntagsBlick. Er spüre, dass er Fortschritte mache. Seit Ende vergangenen Jahres wird Koch im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Notwill behandelt, seine Heilungschancen gelten unter Medizinern nach zwei schweren Wirbelbrüchen als sehr gering.

Dennoch nimmt Koch im Internview die Katastophe in Japan zum Anlass, seine Situation zu relativieren: “Wenn ich an Japan denke und das Leid, das da entstanden ist, wird mir klar, dass mein Leid im Vergleich dazu ziemlich gering ist.” Im Mai soll Samuel das Paraplegiker-Zentrum erstmals in einem Spezial-Rollstuhl verlassen, um an der Konfirmation seines Bruders teilzunehmen.

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