Bild.de-Relaunch: Evolution statt Revolution

Bild.de-Chefredakteur Manfred Hart räumt auf und verordnet seinem Nachrichten-Portal einen kräftigen Frühjahrsputz. Das Konzept und Grundlayout des Marktführers unter den News-Portalen wurde allerdings nicht groß verändert. Evolution statt Revolution könnte das Motto der Renovierungsarbeiten lauten, den das Springer-Angebot ganz ohne großen Lärm umsetzte. Auffälligste Änderungen: die Seite wirkt ruhiger und aufgeräumter, aber auch wesentlich weniger emotional.

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Beim ersten Blick auf Bild.de sind die Veränderungen kaum wahrzunehmen. Denn der Seitenkopf ist, bis auf kleine kosmetische Korrekturen, gleich geblieben. Noch immer gibt es die Aufmacher-Bühne, die via Rotationsverfahren die Top-News einblendet. Dieses Stilelement zieht sich jetzt allerdings über die ganze Startseite.

Jedes Ressort hat eine eigene Top-Story-Rotation bekommen. Die wichtigsten Nachrichten stehen also in den einzelnen Rubriken nicht mehr nur untereinander, sondern wechseln sich in einem Flashfilm ab.

Der neue Seitenkopf von Bild.de

Die auffälligsten Neuerungen betreffen das Sport- und das Unterhaltungsressort. Der Sport ist nun wesentlich höher auf der Homepage platziert, was bestimmt seiner besonderen Wichtigkeit geschuldet ist. Ähnlich wie bei der gedruckten Ausgabe wird auch die Online-Bild von einigen Nutzern überwiegend wegen der Sport- bzw. Fußball-Berichterstattung konsumiert.

Das überarbeitete Unterhaltungsressort

Zudem wurde das Unterhaltungsressort auf der Homepage optisch kräftig erweitert. Die Star- und Promi-News nehmen jetzt wesentlich mehr Platz ein. Zudem wurden eine „Gewinner und Verlierer“-Liste und die TV-Tipps integriert.

 

Bild.de startet den Relaunch aus einer Position der Stärke. Im Februar erreichte das Boulevard-Portal über 165 Millionen Visits. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 35 Prozent. Erster Verfolger der Berliner ist Spiegel Online mit 138 Millionen Visits. Im Jahresvergleich verzeichneten die Hamburger ein Plus von 19 Prozent.

Doch der Markt der Nachrichten-Portale ist gerade wieder in Bewegung. Denn Spiegel Online hatte bereits in der vergangen Woche seine Aufmacher-Optik verbreitert und Mitte der Woche dann angekündigt, eigene Social Media-Redakteure einzustellen.

 

In diesem Bereich scheint Bild Online allerdings sein Engagement zurück zu fahren. Die Kästen, die für Bild auf Facebook werben, sind nun deutlich weiter unten auf der Seite platziert. 

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