dapd-Sportdienst startet am 1. August

Alles außer Sport hieß bislang beim dapd die Devise: Spätestens zum Start der neuen Bundesligasaison soll sich dies ändern und das 50-köpfige Redaktionsteam komplett sein. Ab 1. August will die aus ddp und AP hervorgegangene Agentur den Sport Informationsdienst und das dpa-Angebot angreifen. Innerhalb weniger Monate baute Sportchef Sebastian Holder sein Ressort inklusive fünf regionaler Büros auf. Im Fokus: Fußball und hochwertige journalistische Angebote.

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"Aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, haben wir immer wieder gehört: ‚Wir brauchen einen journalistisch sauberen und zeitgemäßen Sportdienst’", erklärte dapd-Chefredakteur Cord Dreyer bei der Vorstellung des neuen Angebotes in Berlin. "Es gibt einen großen Wunsch nach hochwertigen journalistischen Formaten."
Der neue Dienst soll deshalb stark auf Features, Interviews und exklusive Stücke hin ausgerichtet werden. Natürlich sollen alle Texte und Bilder nach Aktualität gewichtet werden und alle relevanten Meldungen mitangeboten werden. Aber die Macher hoffen doch sehr stark, vor allem mit ihren Erklärstücken und journalistisch anspruchsvollen Texten überzeugen zu können.
"Wir werden das neue Angebot vor allem sehr blattmacherisch und kundenorientiert angehen", erklärt Dreyer. Schreiberisch sollen die Stücke trotz Agentur-Alltag immer auch nach dem anderem Blickwinkel suchen. Dazu gehört auch, dass die Macher einen starken Fokus auf sinnvolle Text/Bild-Kombis setzen.
Für das neue Ressort hat die dapd eine eigene GmbH gegründet, bei der die neuen 50 Mitarbeiter angestellt sein sollen. Bilanziert wird das Sport-Experiment allerdings nicht einzeln. Für die Berliner ist der Sport vor allem ein strategisches Projekt. Stolz verkündet deshalb Dreyer: „Jetzt ist die DAPA komplett und die strategische Planung auf den Weg zu einer Voll-Agentur ist abgeschlossen.“
Das Ziel soll demnach also nicht lauten, dass das neue Sport-Angebot möglichst schnell profitabel arbeitet, sondern das die gesamten Agentur mittelfristig eine schwarze Null schreibt.
Inhaltlich wird das neue Ressort sich auf Fußball und einen umfassenden Ergebnis-Dienst konzentrieren. Zudem soll über alle große Sport-Events, Wintersport, Formel1, Tennis und Boxen berichtet werden. „Wir berichten über jede Sportart, aber nur, wenn die Geschichte eine gewisse Relevanz hat“, erklärt der neue Sport-Chef Sebastian Holder. Der 45-Jährige arbeitete zuvor bei Sport1 und baute in den vergangen Monaten das Sport-Team auf. Unterstützt wurde er dabei vom neuem Text-Chef Raimund Witkop, Chefreporter Detlef Vetten und dem neuem Sportkoordinator Ulrich Kühne-Hellmen. Ein erster Härtetest wird die Frauenfußball-WM in Deutschland sein.
Bei allen Bundesligaspielen, Champions League-Partien mit deutscher Beteiligung oder anderen Pokalspielen soll immer ein dapd-Mann vor Ort sein. Auch bei anderen internationalen Großereignissen soll immer ein Mann des sid- und dpa-Konkurrenten vor Ort sein. Ansonsten will Holder auch auf das riesige internationale Netzwerk des Partners AP zurückgreifen.
Über die Preise wollen die Berliner keine Angaben machen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die dapd günstiger als die großen Konkurrenten sein wird. Im Testbetrieb bis zum 1. August wird für Verlagskunden der Dienst weitestgehend kostenlos sein.

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