SeLoger.com: Springer will „Squeeze Out“

Sieg für die Axel Springer AG: Das Berliner Medienhaus hat sich 98,7 Prozent der Anteile am französischen Immobilienportal SeLoger.com gesichert. Damit ist das öffentliche Angebot für alle ausstehenden Aktien abgeschlossen. Im Zuge eines "Squeeze Out" plant der Verlag nun, das in Paris notierte Unternehmen von der Börse zu nehmen. Springer-Chef Mathias Döpfner sieht in der Übernahme eine nachhaltige Stärkung "im Bereich der Online-Rubrikenmärkte".

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"Der Erwerb des führenden französischen Online-Immobilienportals ist ein wichtiger Meilenstein für Axel Springer. Mit SeLoger.com stärken wir nachhaltig unsere Aktivitäten im Bereich der Online-Rubrikenmärkte, einer der drei strategischen Kernsäulen unserer Digitalisierungsstrategie" sagte Döpfner. Für die Zukunft seien beide Unternehmen hervorragend positioniert.
SeLoger.com-Chef Roland Tripard zeigte sich davon überzeugt, "dass die Präsenz von SeLoger.com unter dem Dach von Axel Springer Möglichkeiten eröffnet, gemeinsam die Entwicklung in eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten".
Bereits Anfang März hatte Springer nach einer ersten Angebotsphase Anteile in Höhe von 74,2 Prozent an SeLoger.com übernommen. Dafür zahlte der Konzern rund 460 Millionen Euro. In der gerade abgeschlossenen zweiten Phase kaufte Springer weitere 24,5 Prozent des Aktienkapitals. Damit hält das Unternehmen 98,7 Prozent am französischen Online-Immobilienportal.
SeLoger.com ist mit mehr als 1,1 Millionen Immobilienanzeigen und 3,1 Millionen Unique User im Dezember 2010 französischer Marktführer in seinem Segment. Für das Geschäftsjahr 2010 meldeten die Pariser ein Umsatzwachstum von 13,3 Prozent auf 82,7 Millionen Euro. Die EBITDA-Prognose für das vergangene Jahr soll sich zwischen 42 und 44 Millionen Euro bewegen.

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