Charlie Sheen: Tauziehen um das ewige Ekel

Charlie Sheens Welt scheint tatsächlich nach ganz eigenen Regeln zu funktionieren. Da schleudert er dem Produzenten der Erfolgs-Sitcom “Two and a Half Men” wüste Beschimpfungen an den Kopf, woraufhin die Sendung eingestellt wird. Und jetzt, nachdem Sheen im Web einen Rekord nach dem anderen aufstellt, will der US-Sender ihn zurück. CBS-Präsident Leslie Monnves persönlich setzt sich dafür ein, dass Sheen wieder vor die Kamera tritt. Denn der Sender braucht Sheen mehr als Sheen den Sender.

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Wie Radaronline berichtet, hat CBS-Präsident Les Monnves bereits versucht, Charlie Sheen, Produzent Chuck Lorre und die Produktionsfirma Warner Brothers an einen Tisch zu bringen. Seine Bitte: Man solle doch vergessen, was Charlie sich erlaubt hätte und mit dem Business fortfahren. Dem Erfinder und Produzenten der Serie Chuck Lorre, den Sheen als "verseuchte kleine Made" tituliert hatte, versicherte Monnves, dass man eine Lösung fände, mit der alle zufrieden seien.

Lorre müsste sich ganz schön zusammenreißen, um wieder mit dem TV-Ekel zusammenzuarbeiten. Der hatte auch nach dem Rausschmiss nichts unversucht gelassen, um sein Gegenüber zu foppen. So hatte er, unter Begleitung seiner Entourage und eines Kameramanns, Schlagzeilen gemacht, als er sein Garderoben-Trailer vom Produktionsgelände der Warner Brothers gestohlen hatte.

Für Monnves ein verzeihbarer Faux-Pas. Der US-Sender ist auf seine Erfolgssitcom angewiesen. Wie sehr, zeigen die US-Quoten vom Montag. Dort konnten der Sender nur eine Wiederholung zeigen, weil Sheen (wieder einmal) auf Entzug war. Das spürten vor allem die nachfolgenden Sendungen "Mad Love", "Mike & Molly" und "Hawaii Five-0" mit Einbußen von 15 Prozent beim Marktanteil. Von dem Verlust profitiert vor allem Konkurrent ABC, der am Montag bei den 18-49-Jährigen mit knapp vorne lag. Weniger Zuschauer, weniger Werbeeinahmen – für Les Monnves eine einfache Rechnung.

Ob Sheen in der Rolle des Charlie Harper wirklich wieder in der Prime-Time zu sehen sein wird, ist fraglich. Denn die Produktionsfirma erteilt den Wünschen des Senders eine klare Absage. TMZ.com berichtet, dass Lorre schon Meetings zur Zukunft der Sitcom abgehalten hat. Dabei sei auch über ein mögliches Re-Casting diskutiert worden. Aber Charlie sei Geschichte. “Warner Bros. hat ihn angeheuert, Warner Bros, hat ihn gefeuert”, heißt es knapp. CBS könne das nicht beeinflussen.

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