AKW? Nee!: Bravo mit Protest-Poster

Erst kämpfte die Bravo mit dem Dr. Sommer-Team für die sexuelle Revolution, und jetzt engagiert sich Bauers Jugendblatt im Kampf gegen die Kernenergie. 30 Jahre nach dem Höhepunkt der Brockdorf-Proteste hat die Anti-AKW-Bewegung offenbar die deutschen Schulhöfe erreicht. Denn zum ersten Mal in ihrer 55-jährigen Geschichte druckt die Bravo ein politisches Poster. So liegt der Zeitschrift am morgigen Donnerstag ein großes "Atomkraft, nein danke"-Plakat bei.

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Die Entscheidung das 80er-Jahre Poster ins Blatt zu heben entstand offenbar, weil die Leser unzählige Leserbriefe und E-Mails zum Thema Atomkraft an die Münchener Redaktion schickten.

"Unsere Leser sind die Generation, die mit den Folgen unserer heutigen politischen Entscheidung Pro oder Contra Atomkraft leben müssen. Mit dem Poster sprechen wir unseren Lesern aus dem Herzen", so Philipp Jessen, Bravo-Chefredakteur.
Die Idee des Jugendmagazins entspricht jedoch ganz dem Zeitgeist. Denn alleine die Facebook-Aktion "Atomkraft, nein Danke!" hat mittlerweile fast 50.000 Fans.
Treue Leser der Bravo müssen sich aber keine Sorgen machen, dass das Blatt jetzt zum Teenie-Spiegel wird. Die weiteren Themen sind gänzlich unpolitisch. Es geht um Pietro von DSDS oder "das Nackt-Geheimnis von ‚GNTM‘-Kandidatin Anna-Lena". 
Die Zeitschrift aus dem Bauer-Verlag verkaufte im vierten Quartal laut IVW 392.377 Exemplare. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einem Minus von 23 Prozent im Gesamtverkauf, im Einzelverkauf waren es minus 27 Prozent.

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