AGOF: eBay greift T-Online an, VZs verlieren

Erstmals seit Start der AGOF-Studien im Jahr 2005 könnte es demnächst eine andere Nummer 1 geben als T-Online. Während das Konglomerat aus zahlreichen Websites des Telekommunikationsanbieters laut der aktuellen AGOF-Zahlen fast 2 Mio. Unique User verlor, gewann eBay 440.000 hinzu. Der Vorsprung von T-Online auf eBay beträgt damit nur noch 830.000 Unique User. Zu den Verlierern gehören unterdessen wieder einmal die VZ-Netzwerke, die in nur einem Quartal mehr als 1 Mio. Nutzer verloren haben.

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Noch bleibt T-Online mit seinen 24,61 Mio. Unique Usern zwar die Nummer 1, doch sollten sich die Tendenzen der beiden erstplatzierten so fortsetzen, könnte sich das schon bei den nächsten internet facts der AGOF ändern. Die weiteren große Angebote folgen mit deutlichem Abstand: Web.de verlor 3,6% und kommt nun auf 17,01 Mio. Unique User, gutefrage.net legte kräftig zu und lockte im vierten Quartal 14,46 Mio. Nutzer pro Monat auf seine Seiten und Yahoo! rutschte mit seinem Minus von 5,6% und 14,40 Mio. Unique User auf Platz 5.

Unterdessen laufen die VZ-Netzwerke Gefahr, demnächst aus der AGOF-Top-Ten herauszufallen. Mit noch 12,11 Mio. Unique User verloren sie in nur einem Quartal fast 1 Mio. Nutzer. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2010 lagen sie mit 13,65 Mio. noch auf Platz 5, nun nur noch auf Rang 9. Noch deutlicher verloren haben im Vorderfeld des AGOF-Rankings wetter.com (-23,1%) und RTL.de (-9,4%). Deutlichste prozentuale Gewinner sind auf den ersten 25 Plätzen hingegen Computerbild.de (+22,3%), chefkoch.de (+18,8%) und ProSieben.de (+17,7%). Alle drei hatten schon bei der IVW, die eine der Grundlagen für die AGOF-Zahlen ist, im vierten Quartal stark zugelegt. In den Monaten Januar und Februar verloren alle drei aber wieder, bei der nächsten AGOF könnte es also wieder nach unten gehen.

Extreme Gewinner gibt es auf den Plätzen 26 bis 50. So wuchs die Unique-User-Zahl von Entertainweb um 490,0%, die von QMNetwork.de sogar um 1550,0%. Die auf den ersten Blick unglaublichen Zuwachsraten haben bei beiden vertikalen Netzwerken aber damit zu tun, dass man neue Content-Partner aufnahm. Ohnehin stellt sich bei der wachsenden Zahl von vertikalen Vermarktungsnetzwerken die dringende Frage, warum solche Netze aus vielen unterschiedlichen Websites in den IVW- und AGOF-Statuten als einzelnes Angebot gewertet werden. Allerdings ist diese Frage natürlich auch nicht neu, schließlich besteht auch das Angebot "T-Online" aus zahlreichen Websites, die nichts miteinander zu tun haben, wie z.B. Musicload.de, Wetter.info, Autoscout24.de, Friendscout.de und Erotic-Lounge.com.

Verloren haben in dieser zweiten Hälfte der Angebots-Top-50 am stärksten mobile.de (-10,5%), freenet.de (-8,9%) und Fantastic Zero (-7,7%).

Auch das Gesamt-Aufsteiger-Ranking wird von Entertainweb und QMNetwork.de angeführt, dahinter folgen guenstiger.de, computerbild.de und MyVideo:

Auch die größten Verlierer haben wir bereits erwähnt: wetter.com und T-Online führen das Absteiger-Ranking diesmal an. Dahinter folgen Ab-in-den-Urlaub.de, WetterOnline und HolidayCheck. Allerdings gehören insbesondere die Wetter- und Urlaubs-Websites traditionell in den kälteren Jahreszeiten zu Verlierern, während sie in den Sommermonaten extrem zulegen. Die Verluste im vierten Quartal sind hier also keine Überraschung.

Unter den Angeboten, deren Zahlen zum ersten Mal von der AGOF veröffentlicht wurden, führt das kürzlich von Axel Springer übernommene kaufDa das Ranking an. 2,82 Mio. Unique User errechnete die AGOF für das Prospekt-Portal. Ebenfalls in die Einsteiger-Top-5 geschafft haben es monster.de, Moviepilot, Comunio.de und motorleben.

[Nachtrag 22. März: Nachdem die AGOF mitgeteilt hat, dass die zunächst von ihr veröffentlichten Zahlen nicht korrekt waren, haben wir unseren Artikel und die Rankings aktualisiert.]

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