Getestet: Nazi-Aliens treffen da Vinci

"World of Warcraft" bekommt Konkurrenz im Sektor der Online-Rollenspiele. "Rift", so heißt der Herausforderer, schickt sich mit einer spannenden Geschichte an, Abenteurer auf neue Weise zusammenzubringen. In "Killzone 3" kehren die Alien-Nazis zurück. "Tiny Wings" fürs iPhone wird das neue "Angry Birds". Vier Monate nach den Konsolenversionen erscheint "Assassins Creed Brotherhood" endlich für den PC. Und "Dead Space 2" lehrt auf blutigste Art und Weise das Gruseln.

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"World of Warcraft" bekommt Konkurrenz im Sektor der Online-Rollenspiele. "Rift", so heißt der Herausforderer, schickt sich mit einer spannenden Geschichte an, Abenteurer auf neue Weise zusammenzubringen. In "Killzone 3" kehren die Alien-Nazis zurück. "Tiny Wings" fürs iPhone wird das neue "Angry Birds". Vier Monate nach den Konsolenversionen erscheint "Assassins Creed Brotherhood" endlich für den PC. Und "Dead Space 2" lehrt auf blutigste Art und Weise das Gruseln.
"Rift"
Grafisch ist "Rift" eine Augenweide
Schon klar: Wenn man über Online-Rollenspiele spricht, fällt der Name "World of Warcraft" zuerst. Alle Angriffe auf den Dauerbrenner von Blizzard sind bisher gescheitert. Aber dieses Projekt hat großes Potenzial: "Rift" stammt von der Firma Trion World, einem Team, das sich aus Entwicklern von "World of Warcraft", "Aion", "EverQuest" und "Warhammer Online" zusammensetzt. Es spielt in der Welt Telara, in der immer wieder Risse entstehen, durch die feindlich gesinnte Kreaturen ins Land dringen. Sie sind gleichzeitig der wohl wichtigste Faktor, der "Rift" zu einem besseren Spiel als "World of Warcraft" machen könnte.
Tut sich so eine Spalte auf, können sich Spieler in offenen Gemeinschaftsaufgaben versammeln, um die herausströmenden Kreaturen zu besiegen. Die Belohnungen verteilen sich anschließend auf alle Teilnehmer gleichmäßig. In Kombination mit der Geschichte in "Rift" schaffen die Risse ein tolles Ambiente und wirken nicht wie plump herbeigeführte Gründe für zufällige Versammlungen. Außerdem bietet "Rift" ein umfangreiches Klassensystem, das freie Wahl bei der Entfaltung der Charakter-Talente lässt. Ein Magier kann sich beispielsweise komplett auf Schaden spezialisieren oder auch einen Heilungs-Talentbaum freischalten.
"Rift" von Trion Worlds, ca. 40 Euro plus monatliche Abo-Gebühren, für PC, USK ab 12 Jahren
"Killzone 3"
So sehen die bösen Helghast aus

Die Alien-Nazis sind zurück. Nach den Ereignissen des zweiten Teils sind die Helghast geschwächt und der Spieler soll ihnen den Rest geben. Die Helghast, das sind die Bösen, angeführt von ihrem Boss Admiral Orlock und dem Waffenproduzenten Jorhan Stahl, die die Menschheit ausrotten wollen. Nicht von ungefähr erinnern die beiden an die früheren Diktatoren Stalin und Lenin. Und auch das Logo der Aliens ist nur eine leichte Abwandlung eines Hakenkreuzes.
In "Killzone 3" wird der Spieler in einen Hexenkessel aus Tod und Vernichtung geworfen – stets unter Beschuss, der Weg gesäumt von Explosionen, Staubwolken und sterbenden Kameraden, deren letzte Schreie über den Sprechfunk hallen. Das Szenario spielt in grauen Ruinen, lebensfeindlichen Eiswüsten, tödlichen Dschungeln und nuklear verseuchten Einöden.
"Killzone 3" ist der erste Shooter für Sonys Playstation 3, der mit der Bewegungssteuerung Move und in 3D gespielt werden kann. Die Bedienung mit Move funktioniert einwandfrei, erfordert jedoch einiges an Übung. Die 3D-Optik versprüht keinen Mittendrin-Effekt, vermittelt aber dennoch ein räumliches Spielgefühl.
"Killzone 3" von Sony, ca. 50 Euro, für Playstation 3, USK ab 18 Jahren
"Tiny Wings"
Der kleine Vogel sammelt Punkte
"Angry Birds" wurde auf dem iPhone zum Verkaufsknaller. Ein genauso simples Spielprinzip verfolgt das neue "Tiny Wings". Die Aufgabe besteht darin, ein kleines, flugunfähiges Vögelchen über eine hügelige Piste zu lotsen. Rutscht der Vogel bergab, holt er Schwung und gleitet anschließend über eine möglichst lange Strecke. Je öfter der perfekte Slide gelingt, desto schneller fliegt und mehr Punkte sammelt der Spieler.
Die Steuerung ist dabei denkbar einfach: Drückt man auf seinen Touch-Bildschirm, fällt der Vogel wie ein Stein zu Boden. Lässt man das Display wieder los, entfaltet der Vogel seine kleinen Flügel und steigt in die Höhe. Was einfach klingt, ist anspruchsvoller als man denkt. Denn drückt der Spieler zur falschen Zeit, wird sein Flug abrupt gestoppt.
"Tiny Wings" ist bunt, niedlich und irrsinnig motivierend. Dabei macht es nicht nur dem Gelegenheitsspieler Spaß, sondern bietet auch genug Anreize für alle Highscore-Knacker.
"Tiny Wings" von Andreas Illiger, 0,79 Euro, für iPhone
"Assassins Creed Brotherhood"
Assassine Ezio Auditore berät sich mit seinem Freund Leonardo da Vinci
Vier Monate länger als alle Konsolen-Besitzer mussten PC-Spieler auf "Assassins Creed Brotherhood" warten. Die beste Meldung für alle PC-Meuchler deshalb zuerst: Als Entschädigung für die längere Wartezeit enthält die neue Version bereits den ersten Einzelspieler-Donwload-Inhalt "Da Vincis Verschwinden", der für die Konsolen kostenpflichtig zugekauft werden muss. Er bietet eine komplette Missionsreihe mit acht Aufträgen und alle Erweiterungen des Mehrspieler-Teils inklusive des Animus Project Updates 3.0.
Die Bedienung funktioniert auch mit Maus und Tastatur gut. Dennoch steuert sich der Meuchelmörder Ezio mit einem Gamepad komfortabler. Das fällt besonders bei schwierigen Kletter- und Sprungeinlagen auf. Dort muss der Spieler sein Ziel zum Teil millimetergenau anpeilen. Aber dass "Assassins Creed Brotherhood" auch für den PC ein tolles Spiel ist, steht außer Frage.
"Assassins Creed Brotherhood" von Ubisoft, ca. 40 Euro, für PC, USK ab 16 Jahren
"Dead Space 2"
Dieses Alien will Isaac an den Kragen
Kaum ein Titel provoziert die Angst seiner Spieler so sehr wie "Dead Space 2". Als Raumschiff-Mechaniker Isaac Clarke streift man erneut durch dunkle Korridore und blutverschmierte Räume – diesmal auf der Raumstation "The Sprawl". Wenn dann urplötzlich ein verstümmeltes Alien aus der Wand stürmt, gefriert einem das Blut fast in den Adern.
Wie Isaac auf die Station gekommen ist, bleibt anfangs unklar. Es wird aber deutlich, dass ihn die traumatischen Erlebnisse schwer zu schaffen machen. Isaac wird von Visionen seiner verstorbenen Freundin Nicole geplagt, die mit einem verstörenden Erscheinungsbild zu ihm spricht und ihn im Laufe seines neuen Überlebenskampfs scheinbar in den Wahnsinn stürzt. Neben diesen Videosequenzen ist "Dead Space 2" äußerst brutal. Tötet Isaac ein Alien, spritzt das Blut aus allen Löchern – und wird er selbst zerfetzt, bleibt kein Körperteil an dem anderen.
###YOUTUBEVIDEO### Electronic Arts fuhr eine ungewöhnliche Werbekampagne für "Dead Space 2"
"Dead Space 2" schockt, fesselt und strapaziert die Nerven. Während es für die einen ein spannendes Spielerlebnis bietet, dürften sich viele andere fragen, ob die explizite Gewaltdarstellung wirklich nötig ist. Denn "Dead Space 2" ist so ziemlich das Blutigste, was es bisher in den deutschen Handel geschafft hat.
"Dead Space 2" von Electronic Arts, ca. 50 Euro, für PC, Xbox 360, Playstation 3, USK ab 18 Jahren

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