Sky veröffentlicht erstmals seine Quoten

Sky stellt sich dem Wettbewerb: Zum ersten Mal in der deutschen Pay-TV-Geschichte ist ein Bezahlsender bereit, seine Quoten messen zu lassen. Ab den 4. April wird nach dem AGF-Standard verraten, wie viele Menschen die Bundesliga-Konferenz am Samstag gesehen haben und wie viele Fans sich noch für die x-te Wiederholung eines Hollywood-Blockbusters interessierten. Die Folge: Ab sofort muss sich Sky stets fragen lassen, ob man noch ein Programm für die Kunden und nicht für die Werbewirtschaft zu mache?

Anzeige

Der Hintergrund der Entscheidung, die Einschaltquoten zu veröffentlichen ist eindeutig: Sky will so die Werbe- und Vermarktungserlöse steigern. Das geht allerdings nur, wenn man den Mediaagenturen besseres Datenmaterial über die Zuschauer bieten kann. Es ist klingt allerdings paradox, dass die TV-Macher zudem versprachen, den Werbeanteil im Programm nicht zu erhöhen. Allerdings: Unterbrecherwerbung innerhalb eines Films ist offenbar nicht geplant, und die Reklame-Blöcke zwischen den Sendungen sollen auf zwei Minuten gedeckelt werden.

Die Messung nach den AGF-Kriterien läuft jedoch noch unter bestimmten Vorbehalten. Denn aktuell befinden sich im Panel der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung nur 230 Sky-Haushalte. Damit die Untersuchung als repräsentativ gelten kann müssen es – laut Branchendienst DWDL – jedoch mindestens 300 sein.

Vor allem für Fußball-Fans werden die Sky-Quoten interessante Aufschlüsse liefern. Denn der Bezahlsender will einzeln ausweisen, welche Partie von wie vielen Fans geschaut wurde.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige