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Japan-Katastrophe hemmt iPad-2-Produktion

Es kann in diesen Tagen nur ein Nebenschauplatz sein, doch der beschäftigt Unternehmen und Aktionäre rund um den Erdball: Die wirtschaftlichen Folgen der Japan-Katastrophe. Zu spüren bekommen könnte sie u.a. auch Apple mit seinem neuen Blockbuster-Produkt iPad 2, für das die Produktion gerade erst angelaufen ist. So wird spekuliert, dass es etwa Lieferengpässe für die Flash-Speicherchips geben könnte. Produziert werden sie u.a. von Toshiba. Die Aktie verliert stärker als der US-Markt.

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Es kann in diesen Tagen nur ein Nebenschauplatz sein, doch der beschäftigt Unternehmen und Aktionäre rund um den Erdball: Die wirtschaftlichen Folgen der Japan-Katastrophe. Zu spüren bekommen könnte sie u.a. auch Apple mit seinem neuen Blockbuster-Produkt iPad 2, für das die Produktion gerade erst angelaufen ist. So wird spekuliert, dass es etwa Lieferengpässe für die Flash-Speicher-Chips geben könnte. Produziert werden sie u.a. von Toshiba. Die Aktie verliert stärker als der US-Markt.

Es ist die andere Seite der Medaille, die in Zeiten wie diesen zu Recht hinten ansteht: Die Einordnung, was die Naturkatastrophe und die Reaktor-Explosionen in japanischen Fukushima ökonomisch bedeutet. Dass die dramatischen Ereignisse in Japan auch eine einschneidende wirtschaftliche Komponente tragen, zeigen die enormen Verwerfungen an den japanischen Aktienmärkten: Der Nikkei brach in den ersten beiden Tagen der Woche in der Spitze um 20 Prozent ein – so stark wie seit dem Jahrhundertcrash 1987 nicht mehr.

Die Aktie des wertvollsten Technologie-Unternehmens kam mit moderaten Abschlägen ziemlich glimpflich davon: Um 2 Prozent gaben Anteilsscheine von  Apple gestern nach, doch der  Abschwung fiel fast doch doppelt so hoch wie der Markt aus. Warum? Offensichtlich sind Anleger verunsichert über die Ausmaße der Japan-Krise: Wird Apple in seiner Produktionskette betroffen sein?

Japan: Nadelöhr der weltweiten Chipproduktion

Obwohl der Löwenanteil der Fertigung der Apple-Blockbuster-Produkte in China durch den Auftragshersteller Foxconn übernommen wird, werden auch zahlreiche Komponenten in Japan hergestellt. Ein Fünftel der weltweiten Chip-Produktion erfolgt etwa dort, auf dem Tablet-Markt sind es gar 40 Prozent – darunter u.a. auch die neue Generation der NAND-Flash-Speicher, für die der elektronische Elektronikriese Toshiba Zulieferer ist.
 
Den im Nikkei 225 gelisteten japanischen Vorzeigekonzern verbindet eine lange Geschäftshistorie mit Apple: So stellt Toshiba seit Jahren Festplatten für Macintosh-Computer her und ist auch Zulieferer der NAND-Flash-Speicher im MacBook Air und iPhone 4. Ein Drittel des weltweiten Bedarfs an NAND-Chips deckt Toshiba inzwischen bereits ab.

Produktion teilweise gestoppt

Nach dem schweren Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami haben zahlreiche japanische Elektronikkonzerne ihre Produktion seit Montag gestoppt, um sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen – darunter auch Toshiba in Iwate. Zudem sind viele Werke wegen Elektrizitätsknappheit geschlossen.

Die Produktion liegt still, die Aktien befinden sich im freien Fall: Seit vergangenem Freitag haben sich Anteilsscheine von Toshiba um  enorme 28 Prozent verbilligt. Sony, Panasonic oder NTT Docomo haben ebenfalls zweistellig an Wert verloren. "Japans Erdbeben und Tsunami könnten erhebliche Engpässe bei einigen  Elektronikkomponenten verursachen", bilanziert der Marktforscher IHS iSuppli.

Auswirkungen auf den Auslieferungszyklus?

Auch wenn auf Toshiba ein großer Teil der NAND-Chip-Produktion entfällt – es existieren mit Samsung (Südkorea) und Micron (USA) natürlich weitere renommierte Speicherchip-Anbieter auf dem Weltmarkt. Kurzfristig drohen jedoch Engpässe und kleinere Margen, da die NAND-Chip-Preise seit Freitag um fast 20 Prozent explodiert sind. Entsprechend legten Samsung und Micron zunächst gegen den Markttrend zu.

Welche Auswirkungen der vorläufige Produktionsstopp in einigen japanischen Fabriken für die gerade erste angelaufene iPad-Produktion haben könnte, erscheint aktuell völlig offen. So spekuliert das asiatische Blog FarestGizmos bereits über die Lieferverzögerung von Komponenten.  

Ob sich die Auslieferung des stark nachgefragten neuen Apple Gadgets, das in den USA am vergangenen Freitag erschienen ist, nun verzögert oder gar Auswirkungen auf andere Nationen, in denen das iPad 2 in zehn Tagen erwartet wird, haben wird – die nächsten Wochen werden es zeigen.  Wer in den USA ein iPad der zweiten Generation online ordern will, muss bereits mit Wartezeiten von über einem Monat rechnen. Verzögerungen dieser Art sind allerdings nichts ganz unüblich bei Apple-Produktlaunches.

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