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IT-Blog „EE“: das deutsche Techcrunch?

Viel wurde geschrieben über ein deutsches Techcrunch. Dabei hat sich heimlich ein neuer Player am Markt platziert: Enterprise Efficiency. Hinter dem Blog rund um IT und Social Media steckt United Business Media. Die Chefredaktion übernimmt die ehemalige Mac-Life-Chefin Charlotte Erdmann. UBM, mit einem Jahresumsatz von rund 850 Millionen Pfund, gilt als amerikanisches Heise-Pendant. Enterprise Efficiency soll nur einer von vielen neuen Blogs sein.

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Christoph Strobel, Chef vom Dienst, war zuvor für GQ, Handelsblatt, Tagesspiegel, Business News und Macnews.de tätig. Momentan wird Enterprise Efficiency von Dell gesponsert.
                                                                                  
"Deutsche IT-Experten sehen sich mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, wie jeder andere auch – wie man Cloud Computing sinnvoll einsetzt, im großen Maßstab virtualisiert und Security-Technologie verständlich und effektiv einsetzt", so Erdmann. "Die deutsche Ausgabe von Enterprise Efficiency bedient sich dabei des bewährten Community-basierten Ansatzes. Wir teilen optimale Vorgehensweisen, technische Problemlösungen und nützliche Tipps für effiziente Investments mit unseren Usern.”

Neben Sascha Boerger und Michael Hulskötter ist auch Don Dahlmann, einer der bekanntesten deutschen Blogger, mit an Bord. Dahlmann betreut seit 2008 Neuerdings.com, eines der größten deutschsprachigen Gadgetblogs. Ob das ambitionierte Projekt Erfolg hat, muss sich zeigen. Immerhin ist das Blog erst am 7. März 2011 gestartet.

Allerdings weisen die deutsche und die amerikanische IT-Szene enorme Unterschiede auf. Alle US-IT-Firmen von Rang und Namen sind direkt im Silicon Valley vertreten. Der Markt zwischen Flensburg und Passau ist vergleichsweise winzig. An amerikanischen Maßstäben gemessen arbeitet eine überschaubare Gruppe von Menschen im Web- bzw. Technologiesektor.

Dennoch ist die expertenorientierte IT-Berichterstattung in weiten Teilen noch unerschlossenes Terrain. Die Konkurrenz in Deutschland ist kaum bis gar nicht vorhanden. Noch existiert kein deutsches Techcrunch oder Mashable. Und UBM ist keine Contentklitsche, sondern ein Traditionsverlag. Gegründet 1918 verlegt United Business Media mit Sitz in London Magazine und Zeitungen, die schon Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet worden. Dazu gesellt sich eine Reihe an Fachmagazinen und Tochtergesellschaften aus der IT-Branche. 2009 erwirtschaftete UBM von rund 848 Millionen Pfund und einen Netto-Gewinn von rund 82 Millionen Pfund.                                                   

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