FBI jagt Porno-Klickbetrüger in den USA

Das Wall Street Journal berichtet über einen neuen Fall von sogenanntem Klick-Betrug in den USA. Dort sind Porno-Websites aufgetaucht, die vom User unbemerkt Dutzende Fake-Websites mit bezahlten Links öffnen. Die Porno-Sites bringen den Computer dann dazu, diese Links automatisch anzuklicken. Die Betreiber kassieren Provision für Anzeigen, die kein Mensch gesehen hat. Der Skandal schlägt hohe Wellen: Mittlerweile ermittelt sogar das FBI in dem Fall.

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Die Betreiber der Porno-Websites kassieren Provisionen dafür, dass sie Traffic auf Websites der ahnungslosen Anzeigenkunden leiten. Entdeckt wurde der massive Klickbetrug von der Online-Sicherheitsfirma AdSafe. In einem Fall wurden bei einem einzigen Besuch einer der manipulierten Porno-Seiten rund 5.000 bezahlte Anzeigen-Links unsichtbar auf dem Rechner des Nutzers geöffnet.

Die Fake-Seiten würden sich teilweise in Pixelgröße auf der Porno-Website verstecken und seien für den Nutzer nicht zu entdecken. Im Internet wirken die unsichtbaren Fake-Sites aber wie ganz normale Websites. Der Betrug lief offenbar über Monate hinweg unentdeckt. Zu den Firmen, die dem Klick-Betrug zum Opfer gefallen sind, gehören laut Wall Street Journal u.a. Verizon Communications, TD Ameritrade, Lycos und Current TV.

Ein Sprecher von Google teilte dem Journal mit, die Sicherheitssysteme der Suchmaschine hätten den Betrugsversuch blockiert und man arbeite nun mit den Behörden zusammen, um den Fall von Klick-Betrug aufzuklären. Die Firma AdSafe hat nach eigenen Angaben den Fall beim FBI angezeigt. Wer die Betreiber der ominösen Porno-Websites sind, ist bisher noch unklar.

Klick-Betrug ist mittlerweile zu einem gängigen Phänomen geworden. Laut der Online-Sicherheitsfirma Double Verify sollen über 30 Prozent der von ihnen kontrollierten 100 Mio. Dollar Online-Anzeigengelder Monat für Monat vergeudet werden: Entweder für Klick-Betrug oder wegen falsch platziertem Targeting. In letzterem Fall hilft freilich auch die Polizei nicht weiter.

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