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Atomkraft, nein danke: das Facebook-Revival

Facebook entwickelt sich immer mehr zu einer Protest-Plattform: So sammelte die Gruppe “Wir wollen Guttenberg zurück” über eine halbe Million Fans. Neuestes Beispiel und aktueller Hype ist die Aktion "Atomkraft? Nein Danke!". Eine spezielle App platziert auf dem eigenen Profilbild den entsprechenden gelbroten 80er-Jahre Aufkleber. Die Idee, via Facebook-Foto zu protestieren, verbreitet sich gerade mit rasender Geschwindigkeit. Aktuell hat die Gruppe bereits über 209.000 Fans.

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Den Erfolg der Aktion sieht mittlerweile fast jeder deutsche Facebook-Nutzer in seiner eigenen Freundesliste. Auch bei Twitter nehmen die Icons mit dem "Atomkraft? Nein Danke!"-Statement zu.

Die Facebook-Seite der Aktion

Entwickelt wurde die Applikation von Stephan Alber. Der Webentwickler arbeitet laut Xing-Profil für eine Multi-Channel-Marketing-Firma. Über seine Motivation verrät die Seite nichts. Einziger Erklärtext: "Werde Botschafter für "Atomkraft? Nein Danke!" mit Deinem Profilbild."

Die Applikation funktioniert denkbar einfach: Die Nutzer bestätigen ihre Teilnahme und können aus vier verschiedenen Varianten aussuchen, wo auf ihrem Profilbild der Aufkleber liegen soll. Innerhalb weniger Sekunden wird man so tatsächlich zum Atomkraftgegner.

Ob die neuen Anti-Atomkraft-Anhänger jedoch auch bereit wären, für ihre Überzeugung ernsthaft einzutreten, darf bezweifelt werden. Wie die Guttenberg-Fans zeigten, ist es einfach Im Web mit nur einem Klick ein politisches Statement abzugeben. Es ist allerdings etwas völlig anderes, dafür auch auf die Straße zu gehen.

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