WikiLeaks: Experte warnte vor Japan-GAU

Die Sicherheitsmängel in den japanischen Atomkraftwerken sollen bereits seit 2008 bekannt gewesen sein. Das beweist eine US-Depesche, die die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlicht hat und aus der die britische Zeitung Daily Telegraph zitiert. Demzufolge hatte ein Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bei einem Treffen der G8 Nuclear Safety and Security (NSSG) in Tokio hingewiesen, dass die Reaktoren nicht bebensicher und die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend seien.

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Die neuen Enthüllungen bieten somit neue Diskussionsgrundlage, inwieweit der GAU in Japan hätte verhindert werden können. In dem zwei Jahre alten Gutachten hatte der Experte von einem "ernsten Problem" gesprochen. Dabei seien die Atomkraftwerke für die Erdbeben-Stärke 7 gewappnet gewesen, bei dem Beben vom vergangenen Freitag wurde Stärke 9 gemessen. Die japanische Regierung soll auf die Hinweise des Experten hin ein Notfallschutzzentrum gegründet haben. 
Zudem zeigen die Dokumente, dass die IAEA die japanische Regierung dafür kritisiert, dass sie in den vergangenen 35 Jahren ihre Reaktoren nur dreimal überprüft und ihr Programm an die Erdbebensicherheit angepasst hatten. Die japanische Regierung hatte dem Anliegen der Experten 2006 schriftlich widersprochen.  

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