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Furtwängler will nicht bei Burda einsteigen

Keine zweite Liz Mohn: Die Schauspielerin Maria Furtwängler will nicht in das Unternehmen ihres Mannes Hubert Burda einsteigen. Dem Zeit Magazin sagte die 44-Jährige, dass sie in "nächster Zeit keine führende oder sonst wie geartete Rolle" übernehmen werde. Sie interessiere sich zwar für die Entwicklungen und Herausforderungen des Mediengeschäfts und sei auch "nah dran an diesem Verlag". Dennoch passe dies nicht zu ihren Lebensvorstellungen. Nur Schauspielerin wolle sie aber auch nicht sein.

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Auf die Frage, ob sie die zweite Liz Mohn werden wolle, sagte Furtwängler: "Natürlich bin ich nah dran an diesem Verlag. Ich rede mit meinem Mann und mit meinen Kindern. Ich weiß, was passiert, und ich weiß, wie spannend und herausfordernd die Entwicklungen im Verlagsgeschäft derzeit sind. Wie lange wird es noch Zeitschriften geben, wie lange Zeitungen – und wie sehr werden andere Geschäftsmodelle, besonders im Internet, dieses Business tragen? Das sind hochspannende Fragen, die auch mich beschäftigen."
Ihr Mann hatte Ende vergangenen Jahres jeweils 20 Prozent der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft an seine Kinder Jacob (20) und Elisabeth (18) übergeben. Das Ganze erfolgte im Zuge einer vorweggenommenen Erbfolge. Der Verleger bleibt persönlich haftender Gesellschafter. "Beide Kinder erben mit 27 Jahren und haben den festen Willen, ins Unternehmen einzutreten", hatte Burda dem Spiegel im Dezember 2009 in einem Interview gesagt. "Für mich war klar, dass 10, 15 Jahre zu überbrücken sind."
Furtwängler will sich statt der Verleger-Karriere auf sich selbst konzentrieren. "Die Vorstellung, ausschließlich Schauspielerin zu sein, wäre mir zu wenig selbstbestimmt. Man kommt ja immer erst dazu, wenn schon vieles fertig ist. Sicher kann man manches umschreiben, aber im Grunde steht die Geschichte. Und ich möchte ja, dass in meinem Leben etwas anderes in den Vordergrund kommt. Ich will selbstgesteuerter, selbstgetriebener und präsenter werden." Konkrete Pläne nannte sie in dem Gespräch mit Stephan Lebert und Hanns-Bruno Kammertöns aber nicht. "Meine größte Herausforderung ist es, mal nicht effizient und fleißig zu sein, sondern in eine beobachtende Rolle zu gehen."
Eine Talkshow-Moderation kann die Schauspielerin und Ärztin aber für sich ausschließen. "Würde mich auf Dauer nicht reizen." Furtwängler war eine von sechs "Freundinnen", die mit Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die Talkshow "3nach9" übergangsweise moderiere, als Charlotte Roche ausgeschieden war.

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