Werbemarkt liegt 8,9% über dem Vorjahr

Der deutsche Werbemarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Nach Ablauf des Februars meldet Nielsen für die ausgewerteten Medien ein Brutto-Umsatz-Plus von 8,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Innerhalb der einzelnen Medienbranchen gehen die Wachstumsraten allerdings deutlich auseinander. So gewannen die analysierten Internet-Angebote 40% hinzu, die Zeitungen hingegen nur 2,2%. Werbemedium Nummer 1 bleibt weiterhin das Fernsehen, das um 6% auf 1,39 Mrd. Euro wuchs.

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Insgesamt setzten die von Nielsen Media Research ausgewerteten Medien in den Monaten Januar und Februar 2011 brutto rund 3,5 Mrd. Euro um, auf das Fernsehen entfällt davon also fast 40% des Umsatzes. Zwar wächst das TV mit 6,0% unterdurchschnittlich stark, doch auf die Euro-Summe umgerechnet ist das Plus ein kräftiges Stück vom Wachstum des Medienmarktes.

Weniger als das Fernsehen gewannen die Zeitungen hinzu, mit 2,2% verzeichnen sie das geringste Plus aller Mediengattungen. Publikumszeitschriften und Fachzeitschriften liegen mit ihren Zuwächsen von 8,0% und 8,2% hingegen in etwa auf dem Normalniveau aller Medien.

Großer Gewinner ist erneut das Internet: Heftige 40,0% liegen die Angebote und Vermarkter, die ihre Zahlen an Nielsen melden, über dem Vorjahreszeitraum. Ebenfalls zweistellige Zuwachsraten verzeichnen das Kino (+32,9%), die Plakatwerbung (+12,7%) und das Radio (+10,4%). Insbesondere die Kinowerbung spielt mit ihrem Gesamtumsatz von 11,9 Mio. Euro allerdings die kleinste Rolle in den verschiedenen Gattungen.

(Tabelle: Nielsen Media Research)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht beachtet, jegliche Reklame wird als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und den Werbedruck sind sie dennoch.

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