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Japan: Kachelmann twittert Atom-Wetter

Abseits des monatelangen Prozessierens überrascht Jörg Kachelmann via Twitter mit einer Atom-Wettervorhersage für Japan - einer Prognose auf Basis der meteorologischen Bedingungen im Falle eines Super-GAUs. In seinen Tweets erkennt man, dass Kachelmann nicht auf Publicity aus ist, sondern für seinen Beruf brennt. Er hat die relevanten Quellen im Blick und kommt zu dem Schluss, dass die japanische Regierung offenbar gezielt zensieren würde.

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So seien die Strahlenwerte rund um das gefährdete Atomkraftwerk Fukushima noch “under survey”. Kachelmann schließt daraus: “‘Under survey’ heißt wohl in diesem Fall: Die Daten sind so, dass wir sie euch nicht zeigen, weil wir nichts mit Eurer Panik anfangen können.” Seine Meinung: Die Regierung zensiert gezielt. Dabei bezieht‘>.

Außerdem verweist er auf Berechnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien. In Zusammenhang mit dem‘> könnte man darauf spekulieren, dass eine mögliche radioaktive Wolke in den nächsten Tagen vor allem auf die Küstenregion und das Meer ausstrahlen würde.

Warum Kachelmann über derlei Ressourcen verfügt? Kachelmann hält als Unternehmensgründer weiterhin 49 Prozent an Meteomedia. Das Wetterdienst-Unternehmen betreibt allein in Deutschland und der Schweiz 730 Stationen. Außerdem betreibt er weiterhin die Jörg Kachelmann Produktions AG, die aus den gewonnenen Daten Filmmaterial herstellt.

Aber nicht nur mit seiner Wetter-Expertise sorgt Kachelmann für Aufsehen. Der Wetterfrosch motzt via Twitter gegen die Konkurrenz. Die Vorhersagen des Diplom-Meteorologen Dominik Jung vom Online-Wetterdienst wetter.net bezeichnet er als “erbärmlich”. Seine Prognosen seien "Germanys next Gaga-Vorhersage". In einem weiteren Tweet heißt es : "Fast schon ’ne Kunst, so selten richtig zu raten."

Jung reagiert auf die Angriffe seines Kollegen im Wiesbadener Kurier: "Der Fall von der großen ARD zum Wetteransager bei einem lokalen Privatradio scheint für Herrn Kachelmann schwer zu ertragen zu sein." Kachelmann habe offenbar "Publicity und Aufmerksamkeit" nötig. Fraglos hat Kachelmanns Image über die Monate gelitten. Via Twitter gewinnt man allerdings den Eindruck, dass er seinen Beruf immer noch sehr ernst nimmt.

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