IT-Firmen sammeln Spenden für Japan

Jeder fünfte Deutsche spendet laut einer Forsa-Umfrage über das Internet oder Telefon. Neben klassischen Hilfsorganisationen wollen diese hohe Bereitschaft jetzt auch Web-2.0-Unternehmen nutzen. Sie sammeln auf ihren Plattformen Geld für die Opfer des Erdbebens in Japan – so zum Beispiel der Rabatt-Dienst Groupon und der Social-Games-Entwickler Zynga. Microsoft lieferte indes ein schlechtes Beispiel für gut gemeinte Spendenhilfe.

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Zynga hat zusammen mit Save the Children eine Spendenaktion gestartet, die sieben Spiele des Unternehmens umfasst (unter anderem FarmVille, CityVille und Texas Hold’em Poker), um die Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan zu unterstützen. Indem Spieler eigens neu geschaffene virtuelle Güter wie Kobe-Rinder, Daikon-Rettich oder eine limitierte Edition von Süßkartoffeln kaufen, spenden sie automatisch an den "Japan Earthquake Tsunami Children Emergency Fund". Facebook verzichtet im Zuge dessen auf seine 30-prozentige Umsatzbeteiligung. Nach eigenen Angaben hat Zynga bereits mehr als 6,8 Millionen Dollar für internationale Nonprofit-Organisationen erspielt.
Groupon bietet auf seiner Webseite noch bis 23.59 Uhr eine Auktion an, bei der die Nutzer zwei Euro bezahlen und der Gutscheinvermittler weitere zwei Euro drauflegt. Die Summe geht direkt an das Rote Kreuz Japan, heißt es. 7.000 Nutzer haben auf diese Weise bereits gespendet.
Auch Apple ruft seine Kunden dazu auf, mit wenigen Mausklicks zu spenden. Wer ein iTunes-Konto besitzt, kann darüber direkt Geld an das Rote Kreuz überweisen. Die Hilfsorganisation hat aber auch online einen Spendenaufruf gestartet.
Wie man nicht Spenden sammeln sollte, hat ein anderer Konzern vorgemacht. Die Microsoft-Suchmaschine Bing twitterte, dass sie für jeden Retweet einen Dollar überweisen würde. Bis zu 100.000 Dollar hätten auf diese Weise gesammelt werden sollen. Doch die Nutzer fanden die Aktion offenbar so geschmacklos, dass Bing sich kurze Zeit später für den Beitrag entschuldigte und mitteilte, das Geld bereits überwiesen zu haben.

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