Arvato sieht die CD bis 2020 am Ende

Rolf Buch, Chef der Bertelsmann-Dienstleistungssparte Arvato, hat in der WirtschaftWoche das Ende der CD vorhergesagt: “Die CD-Produktion in großer Stückzahl steht perspektivisch vor dem Ende.” Arvato betreibt u.a. das große CD-Presswerk Sonopress. Für 2010 hat Arvato trotz des rückläufigen CD-Geschäfts gute Zahlen in der Bilanz. Der Umsatz stieg um rund 300 Mio. auf über 5 Mrd. Euro. Die Firma beschäftigt so viele Mitarbeiter wie nie zuvor.

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So wuchs die Zahl der Arvato-Mitarbeiter im Laufe von 2010 auf rund 64.000 weltweit. Im Jahr zuvor war die Zahl der Mitarbeiter wegen den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf ca. 60.000 gesunken. Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr um rund 300 Mio. Euro auf über 5 Mrd. Euro gesteigert werden, berichtet die WirtschaftsWoche. Arvato-Chef Buch sagte der WiWo: “Wir erleben so starke Zuwachsraten, wie wir sie in der Geschichte von Arvato selten hatten.”

Wachstumsfeld Nummer eins sei der E-Commerce. So betreibt Arvato u.a. in vielen Ländern den Online-Shop für die Videospielkonsole X-Box. Für den Suchriesen Google kümmert sich Arvato weltweit um die Werbezahlungen. Arvato übernimmt auch das Versenden von Büchern für Online-Shops und in einigen Ländern werden sogar Verwaltungsaufgaben von den Bertelsmännern erledigt. So werden in manchen englischen Gemeinden beispielsweise die Steuern von Arvato eingezogen.

Ein stark rückläufiges Geschäft ist allerdings das Pressen von CDs, einst ein Wachstums- und Gewinnmotor für Arvato. Laut Buch würden die CD-Pressen “bis etwa 2020” noch in größerem Umfang laufen, danach sieht er für die CD nur noch ein Nischen-Dasein. In der Zwischenzeit will Arvato verstärkt Software-Lösungen für digitale Download-Plattformen von Musik anbieten. Mit der Zahl der einzelnen Downloads steige zudem die Zahl der Abrechnungsvorgänge. Und die könnten auch wieder von Arvato abgewickelt werden. Die detaillierten Arvato-Zahlen werden im Rahmen der Bertelsmann-Bilanz in gut zwei Wochen offiziell vorgestellt.

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