WDR und SWR lassen Digitalsender-Fusion platzen

Die Fusion der beiden ARD-Digitalsender EinsPlus und EinsFestival ist geplatzt. Wie die Berliner Zeitung berichtet, haben sich der SWR und der WDR nicht auf den Zusammenschluss einigen können.

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Zu der geplanten Verschmelzung der beiden Digitalsender EinsPlus und EinsFestival wird es nun doch nicht kommen. Intern habe es auf Grund der angestrebten Fusion "atmosphärischen Störungen" und sogar eine "Funkstille" zwischen den Anstalten gegeben heißt es in dem Bericht.
SWR-Intendant Peter Boudgoust äußerte sich gegenüber der Berliner Zeitung etwas zurückhaltender: "Ausschlaggebend waren vor allem finanzielle Gründe. Wir haben erkennen müssen, dass wir, auch wenn wir die Etats beider Kanäle zusammenlegen, weit davon entfernt sind, einen Jugendkanal realisieren zu können."
Zu vermuten ist jedoch, dass das Problem eher in den unterschiedlichen Zielvorstellungen der beiden Sender begründet lag, denn während Boudgoust zuletzt ein Jugendangebot forderte, hielt man beim WDR ein solches Projekt für kaum umsetzbar.
Spekulationen, dass der SWR den vom ihm betreuten Sender EinsPlus im Alleingang vom Service- und Wissenskanal zum Jugendprogramm umbaut, widerspricht Boudgoust: "Wir werden Eins Plus nicht umgestalten, sondern in diesem Programm Spielflächen schaffen, wo wir Formate für jüngere Zielgruppen ausprobieren." Auch nach der Hauptabteilungsleiterin Programmkoordination in der SWR-Fernsehdirektion, Sylvia Storz, solle EinsPlus "grundsätzlich seinen gegenwärtigen Charakter als Ratgeber- und Servicekanal" behalten.

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