Sheen vs. Warner: Klatsch-Krieg der Anwälte

Der öffentliche Krieg zwischen Charlie Sheen und seinem ehemaligen Arbeitgeber nimmt immer krudere Züge an. Die Anwälte der beiden Parteien duellieren sich nahezu täglich über verschiedene Hollywood-Medien. Wie gestern bekannt wurde, will der gekündigte "Two and a half Men"-Star das Filmstudio Warner Bros. und die Produzenten auf 100 Millionen Dollar verklagen. Die Klageschrift wurde komplett auf der US-Klatsch-Website TMZ veröffentlicht. Auch das Filmstudio operiert öffentlichkeitswirksam.

Anzeige

In der 30-seitigen Klageschrift, die in voller Länge auf dem Gossip-Portal TMZ einsehbar ist, erheben Sheens Anwälte schwere Vorwürfe gegen den "Two and a half Men"-Produzenten Chuck Lorre. Sheens Rauswurf sei "befeuert worden durch Lorres aufgeblasenes Ego, seine Faulheit und seine Missachtung gegenüber Herrn Sheen und seinen angeblichen Lebenswandel", ist dort zu lesen. 
Sheen und Lorre hatten sich schon seit Wochen über verschiedene US-Medien duelliert: In einem offenen Brief, der ebenfalls auf TMZ veröffentlicht wurde, bezeichnete der Schauspieler den "Two and a half Men"-Erfinder Lorre als "verseuchte kleine Made" und wünschte ihm "nichts als Schmerz". "Ich habe diesen Regenwurm mit meinen Worten besiegt, stellt euch vor, was ich mit meinen feuerspuckenden Fäusten gemacht hätte", so Sheen. 
Warner Bros. wird in der 100.000.000-Klage zudem Vertragsbruch vorgeworfen. Demnach nutze das Filmstudio "seine mächtige Medienmaschinerie, um einen Mythos zu schaffen und ihr Verhalten durch falsche Vorwürfe gegen Herrn Sheen zu rechtfertigen". Sheen fordert deshalb für die acht abgesagten Episoden Entschädigung – allerdings nicht nur für sich selbst: Laut dem Klageschreiben will er auch, dass alle seine "Two and a half Men"-Kollegen für die Absetzung der Serie entschädigt werden. 
Das Filmstudio hatte Sheens Kündigung in einem langen Schreiben an Sheens Anwalt Marty Singer begründet, das natürlich auch bei TMZ zum Download steht. Dort verwies Warner Bros. unter anderem auf eine Klausel in Sheens Vertrag, wonach es dem Studio vorbehalten sei, jeden zu kündigen, der sich "schwerer, moralisch verwerflicher Vergehen" schuldig macht. In diesem Zusammenhang nennt das Studio die wiederholten Alkohol- und Drogenexzesse Sheens, wegen denen die Dreharbeiten für "Two and a half Men" bereits vor Wochen ausgesetzt werden mussten. 
Lorres Anwalt Howard Weitzman bezog bereits über das Branchenblatt Hollywood Reporter Stellung zu Sheens 100-Millionen-Forderung: "Die Behauptung in der Klage gegen Herrn Lorre sind genau rücksichtslos, falsch und unvertretbar wie Mr. Sheens Tiraden in den Medien". Die Vorwürfe seien schlichtweg frei erfunden.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige