Medienwächter prüfen Radio-Aktion „Penistätowierung“

Mögliche Jugendschutzverstöße wegen Mitmach-Aktion: Aufgrund zahlreicher Beschwerden hat die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) ein Prüfverfahren gegen die Sendung "Die spektakulärste Morningshow aller Zeiten: Die erste Penis-Tätowierung im Radio!" von 89.0 RTL eingeleitet.

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In der Radioshow hat sich ein Hörer das Wort "Mini" auf seinen Penis tätowieren lassen und gewann damit für ein Jahr einen Mini Cooper. Wie die Medienanstalt mitteilt, befasste sich die Versammlung der MSA sowohl mit der Morgensendung des Hörfunkprogramms von 89.0 RTL als auch mit der visuellen Darstellung der Aktion auf der Senderwebsite.

"Weil die Versammlung Verstöße gegen Bestimmungen des Staatsvertrages über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag) nicht ausschließen konnte, wurde die Einleitung eines Prüfverfahrens bei der Kommission für Jugendmedienschutz beschlossen", erklärt Martin Heine, Direktor der MSA. Als Rechtsfolge eines Verstoßes gegen den Jugendmedienschutz sieht der Staatsvertrag eine Programmbeanstandung und/oder ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro vor.

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