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Der rasche Siegeszug der Internetaktien

Wenn die Nacht am dunkelsten erscheint, ist die Dämmerung oft am nächsten. Diese alte Binsenweisheit gilt auch für die Aktienmärkte. Ein halbes Jahr nach der Pleite von Lehman Brothers schien es, als sollten die Kurse schier ins Unermessliche fallen – ein Boden war nicht in Sicht. Doch tatsächlich bildete er sich gerade aus. 24 Monate später sieht die Börsenwelt völlig anders aus, wie Anteilseigner von Apple, Priceline oder Baidu zu berichten wissen.

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Wenn die Nacht am dunkelsten erscheint, ist die Dämmerung oft am nächsten. Diese alte Binsenweisheit trifft passend auf die Aktienmärkte zu. Vor genau zwei Jahren hätte der Pessimismus größer kaum sein können: Ein halbes Jahr nach der Pleite von Lehman Brothers schien es, als sollten die Kurse schier ins Unermessliche fallen – ein Boden war nicht in Sicht. Doch tatsächlich bildete er sich gerade aus. 24 Monate später sieht die Börsenwelt völlig anders aus, wie Anteilseigner von Apple, Priceline oder Baidu zu berichten wissen.

Was für einen Unterschied 24 Monate machen können: Exakt zwei Jahre ist es her, als die Börsenwelt unterzugehen schien: Am 9. März 2009 erreichte die große Finanzmarktkrise ihren unrühmlichen Höhepunkt. Der Leitindex Dow Jones notierte bei 6500 Punkten, der Technologie-Index Nasdaq Composite bei 1268 Punkten, Index-Schwergewichte wie Apple bei 83 Dollar. Blickt man heute auf die Notierungen, erscheinen die damaligen Kursniveaus kaum fassbar: In der Breite hat sich der Markt verdoppelt – die Champions jedoch haben sich vervielfacht.

5. Expedia: + 235 Prozent
Das erste Jahr der konjunkturellen Erholung  war das Jahr der Online-Reiseveranstalter. Wie schon in der Rezession von 2001 avancierten Internet-Reisebüros zu den großen Krisengewinnern. Vorne dabei: die frühere Microsoft-Tochter Expedia mit einem Plus von mehr als 235 Prozent, das allerdings ausschließlich von 2009 auf 2010 eingefahren wurde –in den vergangenen zwölf Monaten notiert die Aktie moderat im Minus. Auch weil ein Konkurrent enorme Zuwächse verzeichnen kann. 

4. Apple: + 345 Prozent
Kein Unternehmen hat die Technologiewelt in den vergangenen 24 Monaten so nachhaltig bestimmt wie Platzhirsch Apple, der Microsoft im Mai letzten Jahres als wertvollstes Technologie-Unternehmen der Welt ablöste. Nicht zuletzt durch ein Produkt, das es vor zwei Jahren noch gar nicht gab, befindet sich die Apple-Aktie weiter im Steigflug: Das iPad beflügelt die Kursfantasie. Mit einem Plus von fast 350 Prozent in den vergangenen 24 Monaten legte Apple von den hochkapitalisierten Technologiekonzernen am stärksten zu.

3. Netflix: + 400 Prozent
Noch vor Apple liegt ein Silicon-Valley-Veteran, der lange an der Börse kaum aufgefallen war: der Online-Filmverleiher Netflix. Im vergangenen Jahr explodierte die Aktie jedoch förmlich: Netflix legte den Großteil seiner Wertsteigerung von stolzen 400 Prozent 2010 zu. 2011 verlief für Aktionäre indes bislang unruhig: Amazons und Facebooks Einstieg in den Online-Videoverleihmarkt belastete zuletzt die Aktie.  

2. Priceline: + 500 Prozent
Internet-Reisebüros, zweiter Teil: Wer hätte das gedacht – ein Internetstar der 1.0-Generation dreht eine Dekade später richtig auf. Wie auch beim Rivalen Expedia boomten die Geschäfte bei Priceline, das nach einer furiosen Kurssteigerung von 500 Prozent seinen Börsenwert so weit nach oben schraubte, dass Yahoo überholt wurde. Mit etwas mehr als 23 Milliarden Dollar ist Priceline bereits die neue Nummer fünf des Webs!

1. Baidu: + 680 Prozent
Es klingt wie ein Märchen aus jener fast vergessenen Dot.com-Ära: Fast 700 Prozent Plus – und das in nur 2 Jahren! Das gelang keinem hochgewetteten Internet-Startup, sondern Baidu, der chinesischen Nummer eins unter den Suchmaschinen, die vor allem vom Rückzug Googles im Reich der Mitte im vergangenen Jahr profitierte. Mit 41 Milliarden Dollar ist das an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen inzwischen der drittwertvollste Internet-Konzern nach Google und Amazon.

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