News-Top-50: Bild.de verliert Marktanteile

Bittere Verluste für Springers Bild.de. Trotz der massiven Kampagne für Karl-Theodor zu Guttenberg und populären Themen wie dem Monica-Lierhaus-Comeback verlor die Website im Februar deutlich an Publikumszuspruch. Die redaktionellen Visits sanken im Inland um 5,9%, der Marktanteil, den MEEDIA für alle Nachrichtenwebsites errechnet, schrumpfte um 0,64 Punkte. Die größten Marktanteilsgewinner waren im Februar hingegen Spiegel Online, sueddeutsche.de und Zeit online.

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Natürlich verlor die Mehrzahl der großen Nachrichtenwebsites im Februar Visits. Der um drei Tage kürzere Monat führte bei 39 der Top-50-Angebote zu Einbußen. Gerade in einem solchen Monat zeigen sich daher die Vorteile der vor einiger Zeit eingeführten Marktanteile, die MEEDIA aus den IVW-Zahlen errechnet. Sie zeigen unabhängig von kurzen oder langen Monaten und Sondereffekten anschaulich, wie sich die einzelnen Websites innerhalb der Branche entwickeln.

So verlor Bild.de im Februar also 0,64 Marktanteilspunkte und sackte mit 25,04% auf den geringsten Marktanteil seit November. An der Guttenberg-Berichterstattung lag es aber offenbar nicht. Laut Springer hat die für starke Zahlen gesorgt und dem Angebot am 1. März, dem Rücktritts-Tag des Ex-Verteidigungsministers, mit 7,1 Mio. Visits sogar einen neuen Alltime-Tagesrekord beschert. Der schärfste Verfolger Spiegel Online gewann hingegen. Trotz des 0,9%-Minus bei den redaktionellen Visits konnte SpOn seinen Marktanteil um einen halben Prozentpunkt auf 19,37% verbessern. Der Grund: Der Gesamtmarkt der IVW-geprüften Nachrichtenwebsites verlor gegenüber dem Januar 3,5% – Spiegel Online entwickelte sich also deutlich besser als der Branchendurchschnitt. Ebenfalls kräftig zulegen konnten bei den Marktanteilen sueddeutsche.de (+0,26), Zeit online (+0,18) und FAZ.net (+0,16).

Die größten Marktanteilsverlierer waren im Februar neben Bild.de auf den ersten 25 Plätzen stern.de (-0,16), das beim letzten Mal noch zu den Gewinnern gehörte, Welt Online (-0,12) und das Hamburger Abendblatt (-0,07).

In der zweiten Hälfte unseres Top-50-Rankings gewannen nur vier Angebote im Vergleich zum Januar Visits hinzu, bei den Marktanteilen sieht es hingegen wegen der oben beschriebenen Entwicklung der Branche nicht ganz so schlecht aus. So legten Merkur-Online, die Badische Zeitung und die Rhein-Zeitung immerhin jeweils 0,2 Zähler zu. Deutlich verloren hat hingegen die Augsburger Allgemeine, deren redaktionelle Visits um 16,1% schrumpften und deren Marktanteil daher von 0,51% auf 0,44% sank. Die Leipziger Volkszeitung verlor als zweitgrößter Absteiger auf den Rängen 26 bis 50 immerhin 0,04 Punkte.

Hinweis: Eine Analyse der IVW-Zahlen abseits der Nachrichtenbranche lesen Sie an dieser Stelle.

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