IVW: Neue Tiefpunkte für MySpace & VZ-Trio

Die Facebook-Konkurrenz verliert in Deutschland weiter extrem an Boden. Das zeigen die neuesten IVW-Zahlen der Online-Branche. So gingen dem Trio StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ im Februar satte 17,8% der Januar-Visits verloren, MySpace schrumpfte gar um 20,7% und auch wer-kennt-wen.de gehört mit einem Minus von 15,1% zu den großen Verlierern. Zulegen konnten unter den 50 stärksten Angeboten nur sieben, darunter Windows Live, kicker online, sueddeutsche.de und Focus Online.

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Wie bitter der Abstieg des VZ-Trios und von MySpace aussieht, zeigt ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Monate. So lag das VZ-Trio im Mai 2010 noch bei 466,18 Mio. Visits und damit auf Platz 1 des IVW-Rankings. In nur neun Monaten gingen unglaubliche 191,64 Mio. dieser Visits verloren, nun hat man einen Rückstand von mehr als 170 Mio. Visits auf den ersten Rang. Noch heftiger ist die Tendenz von MySpace. Dort kamen im März 2010 noch mehr als 51 Mio. Visits zusammen. Im Februar 2011 nun nur noch 15,73 Mio. – ein Verlust von fast 70%. MySpace könnte damit im kommenden Monat sogar aus der Top 50 des IVW-Rankings herausfallen.

Zu den ganz großen Verlierern gehören auf den Rängen 1 bis 25 auch MyVideo, das 27,1% der Januar-Visits einbüßte, sowie WetterOnline, das nach Ende des Winterwetters auf Normalmaß zurückschrumpft. Zulegen konnten in der ersten Hälfte unserer Top 50 – natürlich auch wegen des kürzeren Monats – nur vier Angebote: Windows Live gewann 23,6% hinzu, kicker online 1,5%, sueddeutsche.de 2,8% und Focus Online 0,3%. An der Spitze der IVW-Charts bleibt das Konglomerat der vielen zu T-Online gehörenden Websites, dahinter folgt eBay.

Auf den Plätzen 26 bis 50 findet sich als zweitgrößter prozentualer Verlierer MySpace, geschlagen nur durch das Transfermarkt.de-Minus von 30,8%. Dort schwanken die Zahlen allerdings immer – in den Pausen der Bundesliga sind sie wegen der Transfergerüchte hoch, während der Saison niedriger. 17,1% verloren hat zudem StayFriends, 16,6% Fantastic Zero und 16,5% Computerbild.de. Auch hier finden sich nur sehr wenige Aufsteiger – nämlich ganze drei. FAZ.net kletterte gegenüber dem Januar um 2,5%, Zeit online und yasni.de um jeweils 2,8%.

Windows Live führt mit seinem 41,7-Mio.-Visits-Plus natürlich auch das Gewinner-Ranking an. Keine andere Website wuchs im Februar so stark. Mit einem Plus von immerhin 3,2 Mio. Besuchen folgt Bundesliga.de auf dem zweiten Rang, dahinter ergänzen kicktipp.de, ab-in-den-urlaub.de und sueddeutsche.de die Top 5.

Größter Absteiger waren im Februar die erwähnten VZ-Netzwerke, die gegenüber dem Januar fast 60 Mio. Visits einbüßten. Zwischen 23 Mio. und 38 Mio. gingen den anderen Giganten T-Online, MSN, eBay und wer-kennt-wen.de verloren.

Zum ersten Mal ihren Traffic von der IVW messen lassen haben im Februar 15 Websites. Die meisten Visits verzeichnete unter diesen Neulingen Real.com mit 8,81 Mio. Auch StepStone spielt mit 6,47 Mio. sofort eine gewichtige Rolle in den IVW-Rankings. Über die Mio.-Marke sprangen bei ihrem Debüt zudem Hausgarten.net, Deutschland Spielt, das Stardoll Network und petSpot.

In der Top Ten der größten Vermarkter gab es auch diesmal nur einen Plätzetausch: G+J Electronic Media Sales überholte die OMS wieder und belegt nun Platz 9. Allerdings gibt es in der Top Ten kein einziges Unternehmen, das seine Visits im Vergleich zum Januar verbessern konnte. Am glimpflichsten kamen dabei Spiegel QC (-1,6%), InteractiveMedia (-3,3%) und eBay (-6,5%) davon, am deutlichsten verloren hat der VZ-Vermarkter iq digital media marketing mit einem Minus von 15,9%.

Hinweis: Eine ausführliche Analyse der IVW-Zahlen in der Nachrichtenbranche lesen Sie an dieser Stelle.

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