Tablets: Acer baut iPad-Killerschwadron

Acer vs. Apple: Der Computerhersteller nimmt das iPad ins Visier. In New York präsentierte der Konzern heute sein Tablet-Flaggschiff Iconia. Mit touchoptimiertem Windows 7, drei Gigahertz und großer Festplatte. Damit nicht genug: Zu dem Dual-Display-Ungetüm gesellen sich noch drei weitere Tablets. Für seine Touch-Computer launcht Acer auch einen eigenen App-Store namens "Alive". Acer-CEO Gianfranco Lanci reicht das noch nicht. Seine Kunden sollen in Zukunft die "Qual der Wahl" haben.

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Acer vs. Apple: Der Computerhersteller nimmt das iPad ins Visier. In New York präsentierte der Konzern heute sein Tablet-Flaggschiff Iconia. Mit touchoptimiertem Windows 7, drei Gigahertz und großer Festplatte. Damit nicht genug: Zu dem Dual-Display-Ungetüm gesellen sich noch drei weitere Tablets. Für seine Tablets launcht Acer auch einen eigenen App-Store namens "Alive". Acer-CEO Gianfranco Lanci reicht das noch nicht. Seine Kunden sollen in Zukunft die "Qual der Wahl" haben.

Wie ein Tablet sieht das neue Acer Iconia (hier ein erster Kurztest mit Video) auf den ersten Blick nicht aus. Immerhin besteht es aus zwei Hälften. Aber statt einer Tastatur erwartet den User ein zweites Display, das sehr viel größer als das eines iPads ist. Mit 14,1 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln ist das Iconia auch ein wahres Schwergewicht unter den Tablets. Im Gegensatz zu einem Notebook können die beiden Hälften allerdings bis auf 180 Grad aufgeklappt werden.
So ließe sich beispielsweise ein Zeitungsartikel ohne Runterskalieren im Hochkantmodus lesen. Ähnlich wie bei einem Nintendo DS fungiert das untere Display als Eingabemaske – mit einer Tastatur und anderen Steuerelementen. Darüber hinaus sollen sich beide Displays aber auch zusammen nutzen lassen. Als Betriebssystem kommen weder Android noch Googles Chrome zum Einsatz, sondern Windows 7 mit der touchoptimierten „Touch“.

Bis zu 1500 Euro für ein Tablet
So viel Display hat auch sein Gewicht: Satte 2,8 Kilogramm wiegt das doppelte Tablet. Befeuert wird das Iconia von einem Intel-Core i5 mit bis zu 3,33 GHz. Auf Wunsch mit bis zu vier Gigabyte Arbeitsspeicher, 750 Gigabyte Festplattenspeicher, Bluetooth,WLAN, UMTS, LAN, USB, HDMI, VGA und Webcam. Dafür verlangt Acer aber auch eine ordentliche Entlohnung. Zwischen 1000 und 1500 Euro soll das Gerät kosten und im ersten Quartal 2011 erhältlich sein.

Dabei dient das Iconia lediglich als Flaggschiff, als Vorbote einer ganzen Tablet-Armada aus dem Hause Acer. Auf dem Presseevent stellte das Unternehmen noch drei weitere Android-Tablets vor. Mit fünf, sieben und zehn Zoll großen Displays. Allerdings handelte es sich nur um Prototypen.

"Der User hat bald eine echte Qual der Wahl"
Trotzdem setzt Acer konsequent auf mobile Endgeräte. "Wir haben einige Geräte in der Schublade, die direkt mit Googles Chrome OS auf den Markt kommen können, wir warten nur auf die Freigabe durch Google", ließ Jim Wong, Senior Vice President für den PC-Bereich, am Rande des Events verlauten. Acer-CEO Gianfranco Lanci schließt nicht aus, dass das Unternehmen seine Tabletsparte noch stärker ausbaut: "Der User hat bald eine echte Qual der Wahl".

Meine Meinung: Das iPad ist nach wie vor der Platzhirsch unter den Tablets. Der größte Konkurrent, das Galaxy Tab von Samsung, verkauft sich dennoch sehr gut. Aber ein Iconia? Es ist fraglich, in welchen Situationen man einen fast drei Kilo schweren Tablet-PC mit zwei Displays benutzt. Für den mobilen Einsatz zu schwer, zum Arbeiten fehlt die echte Tastatur.

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