Smart TVs: die beste Box für jeden Anlass

Smart-TVs sind der Trend in der Unterhaltungsbranche. Fernseher, die nicht mehr nur das TV-Programm abspielen, sondern mehr können. Apple TV etabliert sich am Markt, Google TV findet in den USA schon Anklang, wird in Deutschland aber in nächster Zeit noch nicht erscheinen. Derweil preschen still und leise Mitbewerber auf den Markt, die schon jetzt können, was die großen Konzerne versprechen. Wir haben die Alleskönner getestet und verraten, welche Box sich für wen lohnt.

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Smart-TVs sind der Trend in der Unterhaltungsbranche. Fernseher, die nicht mehr nur das TV-Programm abspielen, sondern mehr können. Apple TV etabliert sich am Markt, Google TV findet in den USA schon Anklang, wird in Deutschland aber in nächster Zeit noch nicht erscheinen. Derweil preschen still und leise Mitbewerber auf den Markt, die schon jetzt können, was die großen Konzerne versprechen. Wir haben die Alleskönner getestet und verraten, welche Box sich für wen lohnt.

Apple TV
Böse Zungen behaupten, dass Apple TV nichts anderes als ein verlängerter iTunes-Arm ist. Das stimmt nur zum Teil. Denn natürlich kann ich mit der kleinen schwarzen Box all das kaufen, was die iTunes-Mediathek bietet. Aber dank eines Updates von Apples mobilem Betriebssystem iOS kann das Gerät nun weitaus mehr. Möglich macht das AirPlay. Damit lassen sich Bilder, Filme und Songs vom iPhone 4, dem iPhone 3GS, dem iPad und dem iPod touch 4 und 3 über Apple TV auf einen Fernseher streamen. Im Praxistest funktionierte das spielend leicht. Über das iPad wird im Player als Ausgabemedium das Apple TV ausgewählt und wenige Sekunden später erscheint der Streifen auf dem Fernseher. Für Besitzer von Apple-Geräten bietet Apple TV also ordentlich Mehrwert. Darüber hinaus lohnt sich das Gerät für Menschen, die noch keine Set-Top-Box besitzen und sich den Gang zur Videothek ersparen wollen. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass Apple TV nur die hauseigenen Quicktime-Formate abspielt. Preis: 119 Euro

Western Digital WDTV
Der unscheinbare Knirps von Festplatten-Hersteller Western Digital dürfte nur den Wenigsten ein Begriff sein. Denn im direkten Vergleich zu den Mitbewerbern spielt das Gerät beinahe jedes Videoformat ab. Während Apple TV sich auf die eigenen Quicktime-Formate beschränkt, spielt diese Box neben Avis auch hochauflösende mkv-Dateien ab. Da in diesem Fall aber enorme Datenmengen übertragen werden müssen, funktioniert das Gerät nur kabelgebunden – wahlweise über eine USB-Festplatte, die man an das Gerät anschließt, oder ein Netzwerkkabel, das direkt mit dem Computer verbunden ist, auf dem die Dateien liegen. Preis: 99 Euro

Sony PS3
Ganz recht, die PlayStation3 ist eine Spielekonsole. Doch im Gegensatz zu anderen Spielekonsolen verfügt die PS3 über ein BluRay-Laufwerk. Das besitzen auch handelsübliche BluRay-Player. Doch im Praxistest sorgten die vier Cell-Prozessoren für ein gestochen scharfes Bild. Sowohl bei BluRay, als auch bei Standard-DVDs. Wer also als Besitzer eines HDTVs nicht gleich seine DVD-Sammlung einstampfen will, ist mit der PS3 gut beraten. Darüber hinaus bietet Sony seit einiger Zeit seinen Video-on-Demand-Dienst Qriocity an. Kunden können mit Qriocity Filme per Videostream ausleihen. Die Preise für SD-Versionen fangen bei 2,99 Euro und für HD-Fassungen bei 3,99 Euro an. Im Angebot stehen Filme von Sony Pictures, Twentieth Century Fox, Lionsgate, Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), Paramount Pictures, Starz Digital Media, The Walt Disney Company, NBC Universal, Warner Brothers und verschiedenen deutschen Filmpartnern. Die Leihfrist beträgt 14 Tage, wobei ab dem ersten Anschauen des Films nur noch 48 Stunden Zeit bleiben, ihn sich in dem Zeitraum beliebig oft anzusehen. Um eine ruckelfreie Übertragung zu gewährleisten, empfiehlt Sony eine Mindestbandbreite zwischen zwei und sechs MBit/s. Preis: 229 Euro

D-Link: Boxee Box
Der ungewöhnlich designte Kasten aus dem Hause D-Link ist eine Mischung aus Smart TV und Social TV. Was bedeutet das? Mit dem Gerät kann ich Filme streamen, aber auch direkt auf dem Fernsehen sehen, was meine Freunde in Social Networks an Videos, Fotos und Musik hochgeladen haben. Gleichzeitig bietet die Boxee Box die Möglichkeit, Apps zu installieren.
Vorinstalliert sind beispielsweise Youtube, Flickr oder MTV Music. Programmierer können auch eigene Software entwickeln, das Software Development Kit ist frei zugänglich. Die meisten Programme sind legal, andere dürften wohl kaum den Segen der Urheber haben. So haben Programmierer schon eine App entwickelt, die die ZDF-Mediathek auf den Fernseher holt. Wenn ich will, kann ich mit dem Gerät auch im Internet surfen.

Zum Anschluss an TV-Geräte besitzt die Box einen HDMI-Anschluss. Die Inhalte lassen sich über einen Ethernet-Eingang oder via Wlan auf das Gerät streamen. Wem das zu umständlich ist, der kann Filme und Musik auch über zwei USB-Anschlüsse oder einen SD-Karten-Slot abspielen. Der Ton wird über optische und analoge Audioausgänge an Stereoanlagen weitergegeben. An Videoformaten gibt das Gerät unter anderem Flash, H.264, Wmv sowie Mpeg-1 wieder. Im Praxistest zeigte das Gerät noch kleine Kinderkrankheiten und hängte sich im laufenden Betrieb auf. Doch schon jetzt ist klar, wohin die Reise gehen soll. An allen Ecken und Enden ist das Gerät mit dem Web verbunden. So lässt sich zu einer US-Serie on-the-fly der passende Untertitel im Web suchen und einbinden. Zu Filmen lädt die Boxee-Software automatisch das richtige Cover, eine Kurzbeschreibung und das IMDB-Ranking. Preis: 229 Euro

Fazit: Das Killergadget fürs Wohnzimmer scheint noch nicht erfunden. Viel zu lange hat die TV-Industrie auf noch größere und flachere Fernsehgeräte gesetzt. Apple TV ist ein Muss für Besitzer eines iPads, die Playstation 3 lohnt für Filmfans und Gamer gleichermaßen, die Boxee Box ist (noch) ein Tool für Tüftler. Einzig die WDTV scheint der preisgünstige Kompromiss. Es bleibt abzuwarten, ob Google mit seinem Google TV Deutschlands Wohnzimmer für sich erobern kann.

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