iPad2-Gerüchte: Was uns heute erwartet

Heute Abend hat das Warten für Fans ein Ende: Apple stellt im Yerba Buena Center in San Francisco um 19 Uhr deutscher Zeit das neue iPad vor. So viel scheint gesichert, nachdem Apple vergangene Woche eine entsprechende Einladung verschickte. Was das Tablet können wird, wie es aussieht, steht noch nicht fest. Aber bei jeder anstehenden Apple-Keynote brodelt kurz zuvor ordentlich die Gerüchteküche. Wir haben die Details zusammengetragen.

Anzeige

Heute Abend hat das Warten für Fans ein Ende: Apple stellt im Yerba Buena Center in San Francisco um 19 Uhr deutscher Zeit das neue iPad vor. So viel scheint gesichert, nachdem Apple vergangene Woche eine entsprechende Einladung verschickte. Was das Tablet können wird, wie es aussieht, steht noch nicht fest. Aber bei jeder anstehenden Apple-Keynote brodelt kurz zuvor ordentlich die Gerüchteküche. Wir haben die Details zusammengetragen.

Ein Wide-Range-Lautsprecher
Nicht zum ersten Mal tauchte in einem asiatischen Onlineshop eine iPad-Hülle auf, die am unteren Ende über einen Auslass für große Wide-Range-Lautsprecher verfügt und auf der Rückseite Platz für eine Kamera lässt. Neu bei der nun vorliegenden Hülle ist allerdings eine kleine Öffnung an der oberen Kante und eine etwas schmalere Öffnung an der linken oberen Ecke. Die Webseite AppleInsider vermutet, dass Apple an diesen Stellen einen Mini-Display-Port und einen SD-Kartenslot verbauen könnte.

Was ist dran?
Apple ist bislang nicht dafür bekannt, seinen Gerätschaften neue Anschlüsse zu verpassen. Vielmehr setzt das Unternehmen auf Rückbau, wie beim neudesignten Macbook Air zu beobachten. Ob man das nahtlose Design des iPads aufgeben will, wage ich zu bezweifeln. Immerhin kann Apple auf seinen Camera Connection Kit verweisen.

Dieses Vorab-Foto des iPad 2 stellte sich als Fake heraus

HD-Inhalte ruckelfrei dank schnellerem Chip
AppleInsider will außerdem in Erfahrung gebracht haben, dass das kommende iPad-Modell über einen schnelleren Chipsatz verfügen könnte. Genauer: um einen Dual-Core-Chip. Dabei beruft sich die Webseite auf Informationen von derselben Quelle, die offenbar schon 2008 die GPUs des iPhone 3GS und des iPhone 4 korrekt vorhergesagt hatte. Der neue Chip soll dafür sorgen, dass das iPad auch HD-Inhalte ohne Ruckeln wiedergeben kann.

Wie Macwelt berichet, soll der Entwickler Chris Galzerano in der jüngst veröffentlichten Beta-Version von iOS 4.3 Hinweise darauf gefunden haben, dass das neue iPad Videos im HD-Format unterstützt. Ob das Tablet die Clips nur abspielen oder auch aufnehmen kann, sei nicht ersichtlich.

Was ist dran?
Apple dürfte viel daran liegen, seinem iPad einen schnelleren Chip zu verpassen. Immerhin lässt sich für HD-Inhalte aus der iTunes-Mediathek auch mehr Geld verlangen.
Höhere Auflösung
Gizmodo berichtet, dass das neue Apple-Tablet ein Display mit einer Auflösung von 2048×1536 Pixel verbaut haben könnte. Darauf lasse sich durch ein Update der iBooks-App schließen. Die Auflösung würde damit rein rechnerisch knapp unter dem liegen, was Apple das “Retina Display” nennt. Mit dem Begriff ist nämlich keine bestimmte Auflösung verbunden, sondern vielmehr die Tatsache, dass bei normaler Betrachtung keine Pixel mehr erkennbar sind.

Was ist dran?
Eine höhere Auflösung dürften eingeschworene Fans, die das iPhone 4 schon besitzen und an das Retina-Display gewöhnt sind, eigentlich als absolutes Must fordern. Allerdings dürften die Anforderungen, die ein Display in dieser Größe zum Retina-Display wachsen lassen, sich auch im Preis bemerkbar machen. Denn so viele Pixel bedeuten einen erhöhten Stromverbrauch. Außerdem würde es auch viel mehr Prozessorpower benötigen, um so viele Pixel mit Daten zu versorgen. Schlussendlich würde es auch wieder an Apps mangeln, die diese Auflösung unterstützen würden.

Qualcomm statt Infineon

Glaubt man einem Bericht von Engadget, wird Apple in den kommenden Generationen des iPad auf einen Funk-Chipsatz aus dem Hause Qualcomm setzen. Bislang verwendete man in Cupertino Chips aus dem Hause Infineon. Der Qualcomm-Chipsatz hat offenbar einen großen Vorteil: Im Gegensatz zur Infineon-Technik kann dieser sowohl im GSM- als auch CDMA-Netz funken. Das ist insofern von Bedeutung, als dass auch der US-Mobilfunkkonzern Verizon Wireless das iPad 2 vertreiben will und eben diesen Netzstandard verwendet.

Was ist dran?
Für den deutschen Markt wäre diese Neuerung recht uninteressant, für den amerikanischen Mobilfunkmarkt aber absolut notwendig. Ohne entsprechende Technik wäre das iPad 2 für Verizon nutzlos.

Zwei Kameras und ein SD-Kartenlot
Gizmodo spekuliert darauf, dass das iPad 2 mit zwei Kameras ausgeliefert wird. Eine für den Videochat über Apples Videochat-Technik FaceTime, eine für Apps, die Augmented Reality nutzen, wie etwas Wikitude. Das WallStreetJournal will außerdem in Erfahrung gebracht haben, dass das neue Tablet trotz mehr Technik kleiner und leichter sein soll. Engadget berichtet davon, dass Schnappschüse von etwaigen iPad-Hüllen auf eine SD-Kartenslot hinweisen könnten. Damit wäre das iPad ein absolutes Killertool für Fotografen. Die könnten künftig mit dem Gerät nicht nur ihre Arbeiten präsentieren, sondern die geschossenen Bilder auch gleich auf dem Tablet zwischenspeichern.

Was ist dran?
Wenn das iPad2 über irgendeine Neuerung verfügen wird, dann über eine Kamera. Es wäre der einzig logische Schritt, FaceTime auf allen iGeräten zu etablieren. Dass Apple ein Meister der Miniaturisierung ist, hat der Konzern mit dem iPad bewiesen. Dass das neue Tablet flacher sein wird, scheint also gar nicht so unwahrscheinlich. Ob man aber von dem reduzierten Design abrücken und dem Nachfolger einen SD-Kartenslot verpassen will, finde ich fragwürdig. Immerhin würde das Unternehmen damit sein eigenes Equipment, unter anderem den CameraConnection Kit, kannibalisieren.

Bislang ist Apple mit seinem iPad unangefochtener Marktführer bei Tablet-Computern. Seit April 2010 hat der Konzern fast 15 Millionen Geräte verkauft. Das Motto „Come see what 2011 will be the year of“ lässt darauf schließen, dass Apple noch weitere Gadgets und Software vorstellen will. Wer durch den Abend führt, ist noch nicht bekannt. In der Branche spekuliert man jetzt auf Updates für die beiden Betriebssysteme Mac OSX und iOS für iPhone und Co..

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige