iPad 2: Steve Jobs gibt sich kampfeslustig

Es war dann doch weit mehr als ein obligatorisches Update. Wie schon zuvor in der Tech-Szene gemutmaßt wurde, präsentierte Apple das iPad 2. Das Tablet verfügt über Kameras, verbesserte Grafik, einen schnelleren Prozessor, ist ultraflach und kommt Ende März nach Deutschland. Viel wichtiger für den Konzern war aber, was Apple gleich zu Beginn präsentierte: seinen kranken CEO Steve Jobs. Der gab sich nicht nur gelassen, sondern kampfeslustig. Alle News zur Keynote im Überblick.

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Es war dann doch weit mehr als ein obligatorisches Update. Wie schon zuvor in der Tech-Szene gemutmaßt wurde, präsentierte Apple das iPad 2. Das Tablet verfügt über zwei Kameras, eine bessere Grafik, einen schnelleren Prozessor, ist im wahrsten Sinne des Wortes ultraflach und soll schon Ende März in Deutschland zu haben sein. Viel wichtiger für den Konzern war aber, was Apple gleich zu Beginn präsentierte: seinen kranken CEO Steve Jobs. Der gab sich nicht nur gelassen, sondern kampfeslustig und teilte ordentlich aus gegen die Konkurrenz. Alle Fakten zur Keynote im Überblick.

Das iPad bekommt ein Speed-Update. Der neue A5-Prozessor sei zweimal schneller als die alte CPU, die Grafikkarte um den Faktor 9 schneller. Außerdem verfügt das iPad 2 über eine Front- und Rückkamera. Vermutlich, um das Spielerlebnis zu verbessern, verfügt das neue iPad über ein Gyroskop. Und: Es ist flach, verdammt flach. Sogar flacher als das iPhone 4, das immer noch als das flachste Smartphone auf dem Markt gilt. Damit nicht genug: Das Gewicht hat Apple von 1,5 auf 1,3 Pfund reduziert und bietet das Tablet in den Farben schwarz und weiß an. Trotz stärkerer CPU soll die Akkulaufzeit bei der des Vorgängers liegen. Die Preise und die Staffelung der Modelle sei ebenfalls gleichgeblieben. Entgegen aller Gerüchte, dass Apple den Versand aufgrund von Produktionsschwierigkeiten in den Sommer verschieben muss, beginnt der Verkauf am 11. März in den USA, am 25. März in Deutschland.

Videosignale sollen per HDMI-Out bis zu 1080p auf dem Fernseher ausgegeben werden, also mit voller HD-Auflösung. Über ein spezielles HDMI-Kabel soll das Gerät während der Benutzung geladen werden können. Außerdem soll für das neue iPad eine Hülle namens “Smart Cover” verfügbar sein, die in erster Linie das Glasdisplay schützen soll und das iPad bei Entfaltung aus dem Standby aufweckt. Über eingebaute Mikromagnete soll es nicht verrutschen, eine Oberfläche aus Micro-Fiber poliert das Display nebenher.

Steve Jobs: "2011 das Jahr der Copycats"
Doch die wirkliche News des Abends war eine andere: Apple-CEO Steve Jobs verblüffte die geladene Presse und hielt die gesamte Keynote. Damit nicht genug: Jobs gab sich an diesem Abend im Yuerba Conference Center im kalifornischen San Francisco selbstsicherer als jemals zuvor. Und teilte ordentlich gegen die Konkurrenz aus. 2010 sei das Jahr des iPads gewesen. Immerhin habe er es der Konkurrenz mit einem Kampfpreis von 499 Euro auch wirklich schwer gemacht. 2011 sei dann wohl das “Jahr der Copycats”, erklärte der CEO und zeigte Logos von Samsung, HewlettPackard, Blackberry und Motorola. Außerdem ließ es sich Jobs nicht nehmen, Googles neu aufgelegtes Betriebssystem Honeycomb zu degradieren. Und stellte den momentan verfügbaren 100 Apps die mittlerweile 65.000 des iPad-Appstores gegenüber.

Mit irgendeiner Reaktion seitens Apple war zuvor schon gerechnet worden. Denn schon kurz nach Jobs Ankündigung, sich krankheitsbedingt bis auf Weiteres aus dem operativen Geschäft zu verabschieden, wurden erste Forderungen nach einer geregelten Nachfolge laut. Vertreter eines US-Pensionsfonds ließen bei einem Aktionärstreffen sogar verlauten: “Wir hoffen, dass Steve Jobs das Unternehmen für immer leitet, aber ist das realistisch?" Mit seinem Auftritt setzte Apple ein klares Statement.

Und was sonst?
iBooks scheint aller Kritik zum Trotz ein Erfolg zu sein. Jobs erklärte, dass Random House 17.000 neue Bücher mit in den iBooks-Store bringt. Über 100 Millionen eBooks seien schon heruntergeladen worden. Außerdem habe Apple mittlerweile schon rund zwei Milliarden Dollar an die Enwickler gezahlt. Mit dem iPad habe man dank 15 Millionen verkaufter Geräte 9,5 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. In nur neun Monaten nach dem Start in 2010.

Update für iOS
Das mobile Betriebssystem bekommt ein Update auf Version 4.3 – mit verbesserter Browser-Performance und neuen AirPlay-Funktionen. So soll es mit dem Update möglich sein, via Wlan alle iTunes-Inhalte vom heimischen Rechner auf iPads, iPhone und den iPod touch zu streamen. Außerdem lässt sich mit dem Update das iPhone 4 als Wlan-Hotstpot für anderen Geräte nutzen. Dafür soll das Smartphone die eigene UMTS-Verbindung nutzen und damit einen Hotspot für andere Gerät aufbauen. Ab dem 11. März steht das Update zur Verfügung.



Neue Spielereien
Wer auf dem Mac schon mal das Programm PhotoBooth benutzt hat, weiß, wie ansteckend es auf andere Menschen wirkt. Plötzlich versammeln sich alle vor der Webcam und schneiden Grimassen. Die lustige Bildverzerr-App gibt es mit dem Update auch für das iPad. Der hauseigene Videochat-Dienst FaceTime wird zwischen zwei iPads, einem iPad und einem iPhone 4 bzw. iPod touch sowie zwischen dem iPad und einem Mac möglich sein.


Wie schon auf dem iPhone 4, gibt es die Videoschnitt-App iMovie für das iPad für fünf Dollar, was im deutschen Appstore 4,99 Euro entsprechen dürfte. Auch das von der iLife-Suite für den Mac bekannte Audioschnittprogramm GarageBand wird es bald im iPad-Appstore zu kaufen geben.

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