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Das sind die neuen Apple-Produkte

Apple lässt die Grenzen zwischen seiner iFamilie und den Mac-Verwandten langsam verschwinden: Künftig sollen die Apps auch den Mac erobern. Was Steve Jobs außerdem in seiner Keynote vorstellte: ein nur ein Kilo leichtes Macbook Air, das an seiner schmalsten Stelle nur drei Millimeter breit ist und ein Mac-OSX-Update, das Multitouch noch stärker integriert. Mac-User können ab sofort mit dem iPhone 4 und iPod touch “facetimen”. Für Hobbyfilmer hat Apple iMovie 11 mit sinnvollen Features ausgestattet.

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Apple lässt die Grenzen zwischen seiner iFamilie und den Mac-Verwandten langsam verschwinden. Künftig sollen die Apps auch den Mac erobern. Was Steve Jobs außerdem auf der Keynote vorstelle: ein nur ein Kilo leichtes Macbook Air, das an seiner schmalsten Stelle nur drei Millimeter breit ist und ein Mac OSX-Update, das Multitouch noch stärker integriert. Besitzer eines iPhones 4 und des neuen iPod touch können ab sofort über den Mac “facetimen”. Für Hobbyfilmer hat Apple sein iMovie 11 mit sinnvollen Features ausgestattet.

33 Prozent seines Umsatzes macht Apple mit den Macs, wie Apple-Boss Steve Jobs zu Beginn seiner Keynote erklärte. Das sind umgerechnet 22 Milliarden US-Dollar bzw. 13,7 Millionen verkaufte Einheiten. Eine Sparte also, die dem Konzern aus Cupertino neben den iPhones, iPods und iPads eine treue Stammkundschaft und gute Erlöse einbringt. Grund genug also, diesem Geschäftsfeld eine komplette Keynote zu widmen. Unter dem Titel “Back to Mac” stellte Jobs am Mittwochabend Neues aus der Mac-Welt vor. Aber der Reihe nach.

Das neue Macbook Air
Jobs war sichtlich gut gelaunt während des Live-Events und fragte das Publikum spaßeshalber, was passieren würde, wenn ein iPad und ein Macbook gemeinsam abhängen. Die Antwort folgte prompt: das neue Macbook Air. Designtechnisch ein absoluter Hingucker. Sehr flach, sehr leicht und in zwei Größen erhältlich. Die 11-Zoll-Variante wiegt gerade einmal 1,06 Kilogramm. Leichter geht es kaum bei solch einer Displaygröße. Apple verzichtet dabei auf optische Laufwerke und verwendet Flash-Speicher. Wie beim iPad. Der eingesparte Platz wurde mit Akkus gefüllt. Die sollen für bis zu sieben Stunden Batterielaufzeit (beim 13-Zoll-Modell) und 30 Tage Standy-Dauer sorgen.

Anscheinend hat Apple aus der Not, Technik für die iPhones und den iPod touch stetig zu verkleinern, eine Tugend gemacht. "Das, was wir beim iPad gelernt haben – Solid-State-Speicher, instant-on, herausragende Batterielaufzeiten, Miniaturisierung, leichtgewichtige Konstruktion – haben wir bei der Entwicklung des neuen MacBook Air verwendet”, erkläte Jobs während der Keynote.

Zum Look: Das Ding ist verdammt flach. Das Display wirkt im Querschnitt kaum dicker als ein Blatt Papier. Das Gehäuse wurde aus einem Aluminiumblock gefräst und ist an seiner schmalsten Stelle nur drei Millimeter dick, an seiner breitesten rund 1,7 cm.

Zur Ausstattung: Gespeichert wird auf Flash-Modulen. Angetrieben wird das Macbook von einem Intel Core 2 Duo Prozessor und einer NVIDIA GeForce 320M Grafikkarte. Das Display sind hintergrundbeleuchtet. Beide Modelle verfügen über einen Mini DisplayPort, Wlan, Bluetooth und zwei USB-Anschlüsse. Das 13 Zoll große Modell ist außerdem mit einem SD-Kartenslot ausgestattet.

Preise und Verfügbarkeit: Das neue 11-Zoll und 13-Zoll MacBook Air wird ab sofort ausgeliefert und über den Apple Store (www.applestore.de),‘>
Apple hat außerdem seine iLife-Suite mit den Programmen iPhoto, iMovie und GarageBand aktualisiert. Ein Update, das durchaus gelungen ist. Im Detail:

iMovie 11
Mittlerweile kann jeder HD-Filme drehen. Schuld daran sind Ultrakompaktcamcorder – wie die beliebte Flip – und Fotokameras, die Videos in hoher Auflösung abspeichern können. Mit dem Update auf iMovie 11 hat Apple deswegen nicht Video-Profis im Visier, sondern den Heimanwender. Der bekommt mit dem Update ein durchaus mächtiges Stück Schnittsoftware an die Hand. Als freischaffender VJ arbeite ich oft mit Profiprogrammen wie Final Cut Pro. Nachdem ich die Keynote live verfolgt habe und sehen konnte, wie einfach sich Audiospuren bearbeiten, Effekte einfügen und Trailer erstellen lassen, war ich ein bisschen neidisch. Natürlich ist Final Cut Pro unersetzlich für den professionellen Videoschnitt. Doch die überaus einfach Handhabe von Effekten wie im neuen iMovie 11 wär auch für die tägliche Arbeit mit Videos wünschenswert.

Optimiert wurde vor allem die Audiobearbeitung. Wirklich beeindruckend einfach ist das Erstellen hochwertiger Trailer. Es stehen 15 verschiedene Genres darunter Abenteuer, Romantische Komödie und Drama zur Auswahl. Jede Gattung zeichnet sich durch individuelle, einzigartige Titel, Grafiken und filmische Soundtracks aus. Das Programm importiert für die Filmcredits Namen aus Ihrer Kontaktliste und erklärt Ihnen anhand von Symbolbildern, welche Szenen aus Ihrem gesamten Videomaterial es braucht: eine Nahaufnahme, ein Gruppenbild oder einen Actionshot. Wirklich gelungen!

iPhoto 11
Das neue iPhoto kann sich sehen lassen. Auch hier gilt: Profis sollten natürlich bei Programmen wie Lightroom und Photoshop bleiben. Doch der Heimanwender bekommt mit iPhoto 11 ein grundsolides Tool an die Hand, das die schnelle Bearbeitung und Weiterverarbeitung von Bildern ermöglicht.

Fotos lassen sich nach Orten und Personen sortieren, auf einer Weltkarte abbilden und mit 3D-Effekten in einer Slideshow unterbringen. An der Integration von Social Networks hat Apple ebenfalls gearbeitet. Bilder lassen sich direkt aus iPhoto versenden und auf Flickr und Facebook hochladen. Das Programm zeigt dann an, was Ihre Freunde zu einem Ihrer Fotos kommentiert haben.

GarageBand 11
GarageBand 11 bietet zwei neue Optionen. Das Timing von Aufnahmen lässt sich auf zwei Arten korrigieren. Via "Flex Time" lassen sich Passasgen kürzen oder strecken.

Mit ‚Groove Matching‘ kann eine Audiospur als so genannter ‚Groove Track‘ bestimmt werden. Die anderen Spuren passen sich automatisch der Lead-Spur an. Mitgeliefert werden außerdem 22 Video-Tutorials für Klavier und Gitarre. Die komplette iLife-Suite kostet 49 Euro und ist ab sofort erhältlich.

FaceTime für den Mac
Die vom iPhone 4 und iPod touch bekannte Videochat-Funktion FaceTime kommt auf den Mac. Ein Beta-Release steht ab sofort unter www.apple.com/mac/facetime
zum Download bereit.

Die Software funktioniert zwischen dem Mac, dem iPhone 4 und dem neuen iPod touch und setzt Mac OS X Snow Leopard voraus.

Mac OSX Lion
Schon im Vorfeld vermuteten diverse Techblogs, dass das Betriebssystem-Update Züge des mobilen iOS tragen wird. Recht hatten sie. Und das nicht zu knapp. Die größte Neuerung: Apple bringt die Apps auf den Mac. Mit dem Mac App Store. Was muss man sich darunter vorstellen? Na, einen Appstore für den Mac natürlich. Das Programm verfügt wie der iPhone-Appstore über einen Highlight-Bereich, einen Top-Charts-Bereich und macht auf Updates aufmerksam. Er sieht genauso aus wie auf einem iPhone. Nur größer.

Die Apps werden auch mit einem Mausklick installiert. Die installierten Apps werden in einer Art Homescreen (wie auf dem iPhone) organisiert. Die Symbole lassen sich verschieben, durchsuchen und in Ordnern sortieren. Wie auf dem iPhone. Zwischen den Apps lässt sich per Multitouchgesten navigieren. Genau – wie auf dem iPhone.

Ein weiteres Feature: Mission Control, ein optimiertes Exposé, das eine vereinheitlichte Ansicht von jeder App und jedem Fenster, die auf dem Mac laufen, liefert.

“Lion” soll im Sommer 2011 bereitstehen. Der Mac Appstore wird laut Jobs jedoch schon in 90 Tagen starten.

Fazit: Mit iLife 11 ist Apple ein gutes Stück Software gelungen. Heimanwender können intuitiv Bilder, Videos und Musik bearbeiten und haben das Ergebnis in Sekundenschnelle vor sich. 49 Euro sind ein absolut angemessener Preis. Das neue Macbook Air kein Arbeitstier, aber mit dem geringen Gewicht und dem extrem flachen Gehäuse durchaus eine Überlegung wert. Mit Facetime für den Mac gibt Apple endlich auch den Mac-Usern die Möglichkeit, Freunde auf ihrem iPhone oder iPod touch anzurufen. Das dürfte vor allem diejenigen freuen, die sich bisher kein iGerät mit Facetime-Kamera leisten konnten.

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