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CES-Review: Microsoft und Intel verlieren

Dass die diesjährige CES vom Tablet-Wahn der IT-Branche beherrscht wurde, ist nicht neu. Alle großen Hersteller versuchen es mit iPad-Alternativen. Die Messe zeigte aber auch, dass die ehemaligen Größen der Branche heute hinten anstehen. Die Verlierer heißen Microsoft und Intel. Die ehemaligen "Big Player" haben den Tablet-Trend vollkommen verschlafen und starten erst jetzt langsam durch. Derweil ist die ehemalige Domäne der "Wintel"-Connection längst nicht mehr so gefragt: der PC.

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Dass die diesjährige CES vom Tablet-Wahn der IT-Branche beherrscht wurde, ist nicht neu. Alle großen Hersteller versuchen es mit iPad-Alternativen. Die Messe zeigte aber auch, dass die ehemaligen Größen der Branche heute hintenan stehen. Die Verlierer heißen Microsoft und Intel. Gleichzeitig ist Microsofts ehemalige Domäne längst nicht mehr so gefragt: der PC.

80 neue Tablets sollten ursprünglich vorgestellt werden. Wenn es dann auch nicht ganz so viele geworden sind, so haben die Geräte trotz alledem das Branchentreffen dominiert. Mit Spannung wurden das EP121′>, das‚>Scribe von HTC und das‚>Playbook vom Blackberry-Hersteller RIM erwartet. Innerhalb nur eines Jahres hat sich der Tabletmarkt etabliert und diversifiziert: in hochpreisige Tablets, wie das iPad von Apple, und günstigere Vertreter, wie das‚> (UVP: 200 US-Dollar). Die amerikanische Marktforschungsfirma iSuppli schätzt, dass sich die Zahl der verkauften Tablet-Computer im Verlauf des Jahres auf 61 Millionen verdreifachen wird. Alles in allem tolle News für die IT-Branche.

"Wintel" is out
Bei all dem Gerede über Trends und Boomtechnologien vergisst man schnell, wer bei solchen Entwicklungen den Kürzeren zieht. Die Verlierer der diesjährigen CES: die beiden Ex-Riesen im IT-Business Intel und Microsoft – auch "Wintel" genannt. Und dass, weil sie die Tablets verschlafen haben. Bei denen haben momentan nämlich der britische Chipdesigner ARM und Googles Android-Betriebssystem die Nase vorn. Gleichzeitig sind sie Opfer eines anderen Trends. Früher drehte sich alles um Leistung, jetzt geht es um Mobilität. Gleichzeitig stoßen neue Player in einen Markt vor, den es vor einem Jahr noch gar nicht gab. So hat der Mobiltelefonspezialist Motorola erstmals ein Tablet präsentiert, auch RIM, Hersteller des Blackberry-Smartphones, wagt sich in das Segment vor.

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Zwar war Microsoft mit einem Windows 7 für Tablets vertreten. In der Branche wird aber bezweifelt, dass Microsoft damit ein großer Wurf gelingen kann. Derzeit setzen die meisten Hersteller auf Googles mobiles Betriebssystem Android. Mit Spannung erwartete man die Preview auf das neue Release “Honeycomb”, das auf die Bedienung via Tablet ausgerichtet ist. Umso mehr dürfte Microsoft bei der nächsten Version von Windows auf die Kooperation mit ARM angewiesen sein.

ARM hat die Nase vorn
Der (noch) kleine Chipdesigner strotzte in Las Vegas nur so vor Selbstbewusstsein. Das Unternehmen stellt die Chips nicht selbst her, sondern vergibt lediglich Lizenzen für seine Technologie an Unternehmen wie Qualcomm, Texas Instruments und Nvidia. Die ARM-Prozessoren sind momentan so beliebt, weil sie im Vergleich zur Konkurrenz weniger Energie verbrauchen.

Microsoft und Intel bleibt derzeit nichts anderes übrig, als die Wichtigkeit des PCs zu betonen. Intel legte sogar den Schwerpunkt auf eine neue Chip-Reihe für Personal Computer mit dem Namen „Sandy Bridge“. In den Medien liest man davon herzlich wenig.

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