Nazi-Vorwürfe gegen „Biene Maja“-Autor

Neue Forschungsergebnisse legen den Verdacht nahe, dass "Biene Maja"-Autor Waldemar Bonsels ein Antisemit gewesen ist. Er habe unter anderem ein Buch als Privatdruck in einer Auflage von 100 Exemplaren veröffentlicht, das er mit persönlicher Signatur an Freunde und NS-Größen verteilte, berichtet n-tv.de. Besonders das Vorwort des Werks macht stutzig.

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"Der gewaltige und gewaltsame Anstoß, der auch auf diesem Gebiet durch Adolf Hitler in die Welt getragen worden ist, erschütterte nicht nur das Judentum, sondern naturgemäß zugleich alles, was in der christlichen Kirche am Judentum krankt", schrieb Bonsels im Vorwort zu diesem Roman, heißt es bei n-tv.de.
Mit der Frage, ob Bonsels ein Antisemit war, beschäftigt sich nun der Literaturwissenschaftler Sven Hanuschek von der Ludwig-Maximilians-Universität München: "Unsere Leitfrage ist, ob wir diesen Autor wieder entdecken sollten, oder ob er und sein Werk zu Recht in Vergessenheit geraten sind", sagte er gegenüber n-tv.de. Das "Biene Maja"-Buch sei aber unbedenklich. "Sie entstand noch vor der ideologischen Diversifizierung der Weimarer Republik und zu einer Zeit, in der Bonsels noch mit Juden befreundet war."

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