Bizarre SpOn-Post an Margot Honecker

Statt Post von Wagner gab es diese Woche Post von Spiegel Online. Und zwar einen bizarren Brief an die Witwe von DDR-Lenker Erich Honecker. Vermutlich Satire. Realsatirische Züge nahm auch der Trubel um die Spiegel-Titelstory zur Bild an. Einige ausländische Journalisten nahmen die These von der Bild als neuer Rechtspartei allzu wörtlich. Und diese DuMonts feierten auf der Kölner Weiberfastnachtsparty eine Art Reunion. Karneval der Generationen.

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Margot Honecker, lange vergessene Witwe von DDR-Staatschef Erich Honecker, hat in ihrem Exil in Chile ganz exklusive Online-Post bekommen. Im Zeit-Magazin war eine Story über Honeckers Enkel mit dem tollen Namen Roberto Yáñez Betancourt y Honecker erschienen. Im Text wird auch erwähnt, dass Margot Honecker jeden Morgen Spiegel Online liest, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das wiederum nahmen die Kollegen von Spiegel Online zum Anlass, sich mit einem Guten-Morgen-Gruß direkt an die Witwe Honecker zu wenden. Das Ganze ist vermutlich ironisch gemeint, wirkt aber in erster Linie bizarr.

Der Spiegel-Titel “Die Brandstifter” über die angeblich so übermächtige Bild-Zeitung sorgte in der Branche für heiße Diskussionen. Einige waren begeistert, dass der Spiegel endlich wieder ein bisschen “links” ist, andere hielten die Story für belanglos, da “eh nix Neues” drin stehen würde. Bei Springer verschaffte die Geschichte einigen jedenfalls ein gutes Stück Arbeit. Wie zu hören ist, meldeten sich mehrere eifrige Redaktionen aus dem Ausland, die Tenor und die Einleitung zu dem Spiegel-Stück offenbar missverstanden hatten. Der Spiegel schrieb wörtlich: “Die Zeitung teilt sich die Rolle eines deutschen Leitmediums zu, tatsächlich übernimmt sie immer wieder die Rolle einer rechtspopulistischen Partei, die im deutschen Politikbetrieb fehlt.” Dass die Bild “die Rolle einer rechtspopulistischen Partei” übernehme, haben einige ausländische Kollegen offenbar wörtlich verstanden und fragten bei Springer an, ob es denn tatsächlich so sei, dass die Bild jetzt quasi auch als Partei auftrete.

Auf dem Boulevard in Köln befasste man sich diese Woche mit ganz anderen Dingen. In der Domstadt war schließlich am Donnerstag Weiberfastnacht. Und siehe: Auch der verloren geglaubte Sohn des Verlegers, Konstantin Neven DuMont, ließ sich bei der großen DuMont-Weiberfastnachts-Sause blicken und überreichte dem Komödianten Marc Metzger sogar einen “närrischen Orden”. Alt-Verleger Alfred Neven DuMont (samt seiner bewährten Helge-Schneider-Gedächtnis-Perücke) und seine Kinder gemeinsam in Jubel-Trubel-Heiterkeit. Karneval kann scheinbar auch einen veritablen Familien-Krach kitten. Jetzt müssen wir nur abwarten, ob an Aschermittwoch dann doch wieder alles vorbei ist.

Erstaunlich fit präsentierte der kranke Apple-Boss Steve Jobs am Dienstag das iPad 2 seinen Jüngern. Das neue Gerät ist superflach, hat Kameras, alles gut und schön. Der eigentliche Star der Präsentation war aber doch diese wahnsinnige Wunderhülle, die sich die Apple-Jungs für das neue iPad ausgedacht haben. Das magnetische Smart Cover justiert sich auch der iPad-Oberfläche von selbst, das Gerät wird aufgeweckt, wenn man die Hülle abzieht und schlafen gelegt, wenn man die Hülle schließt. Diese geniale Lösung zeigt mal wieder, was Apple von anderen Hardware-Herstellern unterscheidet: Detailversessenheit bis zum Exzess.
Und zum Wochenschluss, der wirklich allerletzte Kommentar von dieser Seite zum Thema zu Guttenberg mit diesem Fundstück aus diesem Internet-Dingsbums:
 
Schönes Wochenende!

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