Lierhaus: „Meine neue Lebensaufgabe“

Statt Lierhaus-Jubel gab es kritische Fragen: Die ARD-Fernsehlotterie stellt in Hamburg ihr neues Werbe-Konzept vor. Doch anstatt freudig das Comeback von Monica Lierhaus zu feiern, musste der Geschäftsführer Christian Kipper das Gehalt und die Entscheidung für die Moderatorin rechtfertigen. Dabei ging fast unter, dass die Fernseh-Lotterie dringend einen öffentlichkeitsstarken Werbeträger braucht, der sie und "ihr Motto glaubhaft nach außen tragen kann".

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Denn die Lotterie kämpft offenbar an verschiedenen Fronten. So leidet die Organisation unter Werbebeschränkungen, dem Verbot ein eigenes Vertriebsnetz aufbauen zu können und einer Überalterung der Mitspieler. "Wir bewegen uns mehr denn je auf einen hart umkämpften Glücksspielmarkt", sagt der Geschäftsführer. 

Das erste Plakat der neuen Kampagne
Hier nun soll Lierhaus mit ihrer Popularität helfen, die Lotterie wieder bekannter zu machen. Wie stark das Schicksal der Hamburgerin die Massen bewegt, zeigte ihr Auftritt bei der Goldenen Kamera. Ihr Engagement für die ARD-Lotterie soll jedoch schon weit vor dem Comeback auf dem ZDF- und Springer-Event festgestanden haben.
Die Moderatorin soll zur Symbolfigur „für unsere Sozial-Lotterie werden“, sagt Kipper. In den nächsten Tagen startet deshalb die erste Plakat-Kampagne unter dem Claim „Ich weiss, wie wichtig Hilfe ist“. 
Das ist jedoch erst der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Aufgaben, die Lierhaus übernehmen soll. So soll sie Pressetermine wahrnehmen, Einrichtungen besuchen und einweihen und die 50 TV-Sendungen zur Ziehung der Wochengewinner moderieren. Wann sie allerdings die ersten Termine wahrnehmen wird, wie viele Einrichtungs-Besuche sie kräftemäßig durchsteht und ab wann sie die TV-Ziehung übernimmt, ist noch unklar. Denn noch lässt der Therapieplan ein größeres Engagement nicht zu. 
Genau an diesem Punkt, gerät die Argumentation der Lotterie-Macher immer wieder ins Stocken. Sie wollen nicht verraten, wie viel Lierhaus verdient (kolportiert werden 450.000 Euro), es gibt keine Angaben, was sie genau dafür leisten muss und ob der Preis marktgerecht ist oder nicht.
Von einer vermeintlich transparenten Sozial-Lotterie, die möglichst viel Geld helfenden Einrichtungen zukommen lassen will, erwarten vielen Menschen mehr Offenheit. Genau deshalb musste Kipper auch zugeben, dass es zu mehr Kündigungen als sonst kam. Aber es soll sich alles Rahmen bewegen. Zudem merkte der Pressesprecher an: „So groß war das Interesse an der ARD-Fernsehlotterie noch nie“.

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